Hohenkrähen- und Mägdeberg-Rundwanderung (Hegau)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑233m  ↓233m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwei Naturschutzgebiete, zwei Hegauberge, zwei Burgruinen, zwei gut gelaunte Wanderer und ein sonniger Tag mit zahlreichen Aussichten über eine offene Kulturlandschaft, die uns Vulkane gebaut haben. Wir sind westlich der Autobahn A 81 mit dem Kreuz Hegau und, näher dran, der Abfahrt Singen (41).

Start ist der Parkplatz an der K6125, die Singen mit Duchtlingen verbindet. Landwirtschaft umgibt uns die meiste Zeit und auch der Blick streift weit über die Felder, Äcker, Wiesen auf der kleinen Runde. Wir biegen in den Albert-Riesterer-Weg mit Zielrichtung Hohenkrähen. Den erreichen wir durch Altkrähenhof.

Der Vulkanberg Hohenkrähen misst 644m, obenauf flattert eine Fahne und der Blick fällt über die Kulturlandschaft und Dörfer der Umgebung wie zum Beispiel Mühlhausen sowie die Höhen des Hegau mit der Festung Hohentwiel und der Burg Mägdeberg. Der bewaldete Hohenkrähen mit markantem, steinigem Gipfelpunkt ist von einem 12,4ha Naturschutzgebiet umgeben. Geschützt ist er als erdgeschichtliches Dokument der Landschaft im Hegau. Auch ist er Heimat zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. Eine Besonderheit ist der hohe Lindenbestand.

Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Burg Hohenkrähen errichtet. Ihr endgültiges Schicksal teilt sie mit der Burg Mägdedberg. Beide wurden im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt. Hohenkrähen wurde nicht mehr aufgebaut. Die Zeit überdauert hat die Geschichte vom Poppele, der für seine Frechheiten ein Burggeistdasein fristen muss.

Wir wandern vorbei, oder aber machen einen Abstecher, zur Aussicht Offerenbühl mit Kreuz. Der Mägdeberg mit seinen 664m ist das nächste Ziel. Vorgelagert ist der kleinere Schwindel. Das Naturschutzgebiet Mägdeberg misst 8,75ha. Auch dieser Vulkankegel ist wegen seiner erdgeschichtlichen Bedeutung geschützt. Die „Mägde“ des Berges gehen vermutlich auf die Bedeutung der „jungfräulichen Muttergottheiten“ zurück. 

1235 und 1240 entstand die Burg Mägdeberg, von der bereits aus der Ferne Mauern zu sehen sind, wie Reste eines Schalenturms oder der Ursulakapelle. 4km sind wir gewandert, 4km sind es zum Ausgangsort, die wir durch offene Felder spazieren. Ein leichter Sonnenhut mit breiter Krempe sorgt dafür, dass die gute Laune frisch bleibt.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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