Von Weiterdingen auf den Hohenstoffeln


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑320m  ↓320m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wo ein Berg ist, ist auch ein Weg, möchte man sagen. In diesem Falle sprechen wir vom Hohenstoffeln, der auf 842m kommt und auf dem einst eine Burg stand. Den Hohenstoffeln erklimmen wir von Weiterdingen aus. Das Ortspanorama wird gut sichtbar vom Schloss Weiterdingen und der Kirche St. Mauritius überragt.

Weiterdingen (Gemeinde Hilzingen) wird erstmalig 779 als Besitz des Kloster St. Gallen erwähnt. Neben Berg und Burg, Schloss und Spiritualität haben wir alles, was einen schönen Wandervormittag auszeichnet. Start ist am Parkplatz beim Sportplatz an der Wiesentalstraße.

Die ersten 2,8km wird es hinauf gehen. Wir wandern zu den Wahrzeichen. Das Schloss Weiterdingen wurde 1683 von einem „Freiherr von Hornstein zu den drei Hohenstoffeln und Grüningen“ erbaut. Ein Vorfahr der heutigen Besitzer. Dazwischen hatte die viergeschossige, neunachsige Anlage eine bewegte Geschichte. Sie war Gefängnis für straffällig gewordene Priester der Erzdiözese Freiburg. Die Nazis waren da, ein Müttergenesungswerk sowie eine Bildungsstätte. Heute dient das Schloss Veranstaltungen.

Wer es für Hochzeiten mietet, kann sich in der benachbarten katholischen St. Mauritius Kirche mit dem spätgotischen Turm das Jawort geben. Die Kirche wird zu den Wehrkirchen gezählt, hat eine lange Tradition und wurde 1885 im Stil der Neugotik umgestaltet.

Wir wandern durch den Ort, seine ihn umgebenden Felder und Wald auf den Hohenstoffeln. Dabei streifen wir die Ruine der Burg Vorderstoffeln aus der Zeit um 1034, von der sich Mauerreste erhalten haben. Neben Vorder-, gab es Mittel- und Hinterstoffeln, also drei Burgen.

Der Gipfel des Hohenstoffeln ist schnell erreicht. Er zählt auch zu den vulkanischen Bergen im Hegau und steht seit 1941 unter Naturschutz. Einst wurde Basalt abgebaut. Der Blick über die Landschaft ist herrlich! Auf dem Rückweg nach Weiterdingen umrunden wir den Stofflerhof (1635) mit dessen traditioneller Landwirtschaft, unterstützt durch Merino-Schafe, Ziegen und Kühe.

Bildnachweis: Von David Büsser [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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