Hochwald-Rundwanderung mit Dreisesselberg und Kreuzbachklause


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑428m  ↓428m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Hochwald ist ein unter Naturschutz stehender Bereich im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und Tschechien, das sich zwischen dem Dreisesselberg (1.333m) und dem Bayerischen Plöckenstein (1.365m) langzieht.

Der Dreisessel ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel das ganze Jahr hindurch, gut erschlossen und „sagenhaft“. Der Dreisessel im Landkreis Freyung-Grafenau erhebt sich südöstlich der Gemeinde Haidmühle, in der wir beginnen.

Nach rund 3,2km mit bergauf werden wir bereits auf dem Hochstein ankommen, das sei vorweggenommen. Start, bei rund 930m, ist am Parkplatz an der Straße, die von Frauenberg zur Kreuzbachklause führt. Dort wandern wir jetzt auch hin. Die Kreuzbachklause wird vom Kreuzbach gespeist und ist ein ehemaliger Triftsee mit Kanal. 1861 wurde mit ihrem Bau begonnen und bis nach dem Ersten Weltkrieg wurde von hier das Holz zu den Sägewerken gebracht und auf der Ilz bis nach Passau getriftet. Der Kreuzbach fließt in den Kreuzbachsee bei Haidmühle und von dort in die Kalte Moldau.

Wir folgen mit Abstand dem Kreuzbach durch den Wald, wandern bergauf über den Rollmannsberg (1.042m), kreuzen die Straße, die Frauenberg mit dem Dreisessel verbindet, und genießen die herrlichen Aussichten auf Felsenmeer und vom Hochstein hinab. Dazu ist es notwendig über eine Steintreppe durch die Felsen aufzusteigen. Oben prangt ein Gipfelkreuz. Der Blick reicht vom Plöckenstein (1.379m) über den Böhmerwald, den Almberg (1.139m), geht zum Haidel (1.166m), auch den Lusen (1.373m) können wir sehen und bis zum Rachel (1.452m) schauen. Wenn das Wetter mitspielt werden gar die Alpen sichtbar.

Das Sagenhafte des Dreisesselbergs liegt in der Geschichte um die drei Prinzen, die sich dereinst auf den „Dreisesseln“ niederließen, um die wundervolle Gegend unter sich aufzuteilen. Einer bekam Bayern, der Andere Böhmen und der Dritte Österreich. Jetzt fehlte es an Kronen. Da kamen drei Prinzessinnen vorbei, verjagt aus ihren Bereichen, weil sie hässlich waren, aber auch freigiebig. Sie schenkten den Prinzen die Kronen, die versprachen sie zu heiraten. Taten sie aber nicht, stattdessen verbannten sie sie in den Plöckensteinsee. Ergo: hässlich, freigiebig und naiv endet in Verdruss. Die Region um den Blockenstein (Plöckenstein), ein Gipfel auf der österreichisch-tschechischen Grenze südwestlich vom Hochstein, fand Eingang in die Erzählung Hochwald von Adalbert Stifter, 1805 als Albert Stifter in Böhmen geboren und 1868 in Linz verstorben.

Unsere Runde führt uns wieder hinunter und auf die Ewigkeitsstraße. Von der gibt es einen Abzweiger zum Klausgupf-Alpenblick. Wir kommen an den Ortsrand von Frauenberg, sind dort bei rund 880m auf dem tiefsten Punkt der Runde. Noch 4,3km trennen uns vom Ausgangsort und die wandern wir durch den Hochwald zurück.

Bildnachweis: Von Tobias Marold [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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