Dreisessel-Rundwanderung mit Hochstein und Kreuzbachklause


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑395m  ↓395m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Dreh- und Angelpunkt dieser geschmeidigen kleinen Runde ist der Dreisesselberg (1.333m) mit dem charakteristischen Hochstein, wo die Granitfelsformation über eine Steintreppe erreicht werden kann, obenauf ein Kreuz steht und es herrliche Aussichten gibt.

Der Dreisesselberg ist nicht zuletzt durch den Berggasthof Dreisessel (Dreisesselhaus) und eine Fahrstraße von Frauenberg aus, recht gut erschlossen. Am Dreisessel verlaufen einige Wanderwege, auch im Winter und dann mit Schneeschuhen.

Von Frauenberg aus erreichen wir über die Straße FRG 13 den Dreisessel und den Parkplatz. Wir sehen einen Gedenkstein für den in Böhmen geborenen Adalbert Stifter (1805-1868), der dieser Region in seiner Erzählung „Hochwald“ ein literarisches Denkmal setzte. Es geht in der Geschichte um eine Liebe gegen den Willen des Vaters der geleibten Maid. Das Drama, wenn man so will, spielt vor der Kulisse des Dreißigjährigen Kriegs.

Wir gehen ein Stück Grenzsteig. Vom Dreisessel liegt die Grenze zu Tschechien Luftlinie rund 370m entfernt. Der Berggasthof Dreisessel (1913) bietet Gastronomie und Übernachtungen. Ausgeschlafen geht es zum Hochstein mit den bizarren Granitfelsen, wo man die Wollsackverwitterung sehen kann.

Vom Gipfel des Dreisessels aus hat man einen herrlichen Blick in die Umgebung, nach Böhmen hinein, zum Haidel (1.166m), Lusen (1.373m) oder Großen Rachel (1.452m) sowie bei guten Wetter bis zu den Alpen. Auch vor Ort sind die Johann-Nepomuk-Neumann-Kapelle und eine Höhle. Dass der Gipfelbereich am Hochstein so wenig bewaldet ist, ist dem Borkenkäfer zu „verdanken“.

Wir gehen talwärts durch den Wald über den Rollmannsberg (1.042m) zur Kreuzbachklause, einer einstigen Holztrift, die vom Kreuzbach gespeist wird. Der Kreuzbach macht sich anschließend zum Kreuzsee nach Haidmühle auf, wo er in die Kalte Moldau entwässert.

Der Kreuzbachtriftkanal, an dessen Erbauer gedacht wird, nahm einen anderen Verlauf, denn das Holz sollte unter anderem nach Passau. Wir haben gut die Hälfte der Runde hinter uns, die andere Hälfte bringt uns wieder aufwärts durch den Wald, an der südlichen Flanke vom Habergrasberg (1.235m) vorbei zum Parkplatz zurück. Zwischen dem Habergrasberg und dem Ort Frauenberg verläuft zudem der Skilift Dreisessel-Schlepplift.

Bildnachweis: Von High Contrast [CC BY 3.0 de] via Wikimedia Commons

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