Hochrhöner Hochrhönrunde

Thüringen • Bayern • Hessen • Rhön • Landkreis Fulda

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Wegweiser
Länge: 87.71km
Gehzeit: 22:43h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

An dieser Fernwanderrunde durch die Rhön, dem „ö“ folgend, lassen sich die Schönheiten der Rhön in 5 Etappen genießen, was eine klimafreundliche Urlaubswoche sein könnte. Der Premiumweg führt durch das erlebenswerte UNESCO Biosphärenreservat Rhön, ebenso wie durch zahlreiche Naturparks, wie Bayrische Rhön und Hessische Rhön, vier Naturschutzgebiete sowie etliche FFH oder Vogelschutzareale.

Start und Ziel kann in Grabenhöfchen an der Kunstmeile sein. Wandert man von dort aus, ist man in den ersten rund 55km öfter in Tallagen, ab da vermehrt in höheren Lagen, mit dem höchsten Punkt auf der Wasserkuppe (950m), wo sich das Radom („Radar-Dom“) befinden, heute Hessens höchstes Standesamt. Die Hochrhönrunde verläuft zu gut 45% auf Naturpfaden, zu rund 12% auf Pfaden und zu fast 35% auf Schotterwegen, Asphaltanteil ist gering.

Die erste Etappe ist knapp 17km lang. Durch den Wald gelangen wir ab Grabenhöfchen im Uhrzeigersinn zum Bubenbad, wo sich der Legende nach ein Mädchen bei der Taufe in einen Jungen verwandelt habe.

Dann wandern wir entlang der Höhe Milseburg (835m) ins NSG Milseburg, wo einst Kelten siedelten und wo wir an einer Mariengrotte vorbeikommen. Auf der Höhe ist die Kapelle St. Gangolf und eine barocke Kreuzigungsgruppe zu sehen. Infotafeln berichten über die Kelten.

Wir kommen ins Naturschutzgebiet Oberbernhardser Höhe mit Orchideen. Zu einem schönen Blick gen Norden und Panorama lädt das Lothar-Mai-Haus mit Terrasse. Nach einer hübschen Wiesenlandschaft treffen wir auf eine Schutzhütte mit Infos zum Hochrhöner.

Am Nordhang des Kirschbergs genießt sich von der Hochrhöner-Bank ein herrlicher Blick ins Nüsttal und in die Kuppenrhön. Weiter führt die Wanderetappe durch den Ort Langenberg, Schwarzbach wird gestreift. Wir treffen auf Sauerkirsch- und Apfelbäume und sind kurz drauf am Etappenziel in Gotthards, wo es Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Die 2. Etappe von Gotthards bis Tann misst rund 15km und führt fast ausschließlich durch Wald, dessen Rand und Wiesen. Eine Pause bietet sich am Rastplatz Ahornplatz. Man überschreitet die hessisch-thüringische Grenze, hat Aussicht zur Milseburg und zur Wasserkuppe. Wir kommen über den Gipfel des Habelbergs mit Blick auf das Dorf Habel.

Schließlich wandern wir über die Ulster nach Tann und kommen durch das Stadttor aus dem Jahr 1557. Tann, mit schönem Marktplatz und Brunnen, hat einiges zu bieten: Schlossanlage, Elf-Apostel-Haus, Ochsenbäcker-Fachwerkhaus, St. Nikolaus Kirche, das Rhöner Museumsdorf, Fossilienausstellung, Sagenkeller, Infos über die Grenze.

Die 3. Etappe bringt uns nach Kaltensundheim, nach etwas über 18km. Wir treffen: Dietgeshof, Andenhausen, Horbel (665m), Pinzler (661m). Wir erwandern viel Landschaft mit Wald und Wiese, wie das Grünland westlich Andenhause oder Empfertshauser und Hintere Hut. Dazu kommen wir entlang einer Busch- und Baumreihe, die die Grenze zwischen Thüringen und Hessen markiert. Bei Mittelsdorf biegen wir vom Wanderweg nach rechts und Kaltensundheim ein, wo es einen Landgasthof zur Übernachtung gibt.

Knapp 51km sind wir gewandert, wenn wir in die 4. Etappe starten und Kleingeld dabeihaben. Etappenziel ist nach rund 13km Birx. Durch die Kulturlandschaft, auch mit Wiesen und Feld sowie einem Bachlauf, wandern wir den Hochrhöner-Lange Rhön und kommen ins geschützte Gebiet des Flächen-Naturdenkmals Hutebuchen, am Steinkopf.

Ansteigend mit Wald kommen wir zum Eisenacher Haus (Hotel und Gastronomie) und zum baumfreien Ellenbogen (813m), dem zweithöchsten Berg der Thüringer Rhön und weiter Aussicht, vom Aussichtsturm Noahs Segel (Kleingeld), einer interessant gestalteten 23m hohen Aussichtsplattform mit Rutsche, 2017 eröffnet. Nach 84 Stufen helfen Panoramatafeln bei der Orientierung. Der Ellenbogen ist der Legende nach, der Ellenbogen eines Riesen, der im Streit mit einem anderen Riesen hier im Erdboden versank. Geologisch gesehen ist die Höhe vulkanischen Ursprungs.

Der Schnitzersberg, mit 815m der höchste Berg der thüringischen Rhön, ist erkennbar am Sendemast. Am Fuße lädt das Thüringer Rhönhaus zum Abstecher. Frankenheim/Rhön ist nicht mehr weit. Der kleinere Ort Birx, der Übernachtungsmöglichkeiten bietet, ist etwas abseits des Wanderwegs und ein wenig westlich des Grabenbergs mit Grenzturm. Nahe dem ist südlich der Naturlehrpfad Schwarzes Moor, mit Umweltbildung und Geschichte. Den könnte man auch noch anschließen, denn ihn in die 5. Etappe einzubinden, wäre dann viel für die letzte Etappe. Die könnte man allerdings auf der Wasserkuppe auch per Übernachtung unterbrechen.

Die 5. Etappe hat auf dem Plan: Grenz-Plattenweg, Schwarzes Moor (streifen oder entdecken), Höhe am Stirnberg, Heimat des Birkhuhns, Schwabenhimmel (913m), dann noch ein Stück aufwärts und wir haben den Heidelstein (926m) erreicht, mit einer ehemaligen Radarstellung und tollen Ausblicken.

Wenn wir wieder von Wald umgeben und abwärts unterwegs sind, kommen wir nach Hessen zurück und dort zum „Moordorf“, mit einem Loipenzentrum und einem NABU-Haus. Kurz drauf haben wir einen schönen Blick über einen Moorsee im NSG Rotes Moor.

6km sind es noch ungefähr, bis zur Wasserkuppe (950m), wo einiges angeboten wird. Die Wasserkuppe ist der höchste Berg der Rhön und die höchste Erhebung in Hessen. Das Radom mit der weithin sichtbaren Kuppel verbarg im Kalten Krieg eines von vier Radargeräten. Heute kann man hier heiraten. Heroben ist auch ein Segelflugmuseum mit Modellflug, das Lilienthal-Haus mit dem Ikarus-Glasfenster, ein Berghotel, Winter- und Flugsport, Kletterwald und insgesamt eine herrliche Aussicht über die Rhön ins Rothaargebirge und in den Taunus.

Die Wasserkuppe ist auch Quellgebiet der Fulda und zahlreicher anderen Bäche. Bis zum Ende der 5. Etappe am Grabenhöfchen sind es noch rund 5km, die an Abtsroda vorbeikommen und über den Weiherberg führen.

Bildnachweis: Von Ulrike Hergert [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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