Hochrhöner Etappe 5 Tann - Wiesenthal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑645m  ↓636m
Hochröhner Hauptweg Markierung Wegzeichen

Von Tann aus wandern wir weiter auf dem Hochrhöner. Heute geht es dabei von Hessen hinüber nach Thüringen. Es geht los in der Marktstraße, die in den Steinweg übergeht. Am Friedhof halten wir uns rechts und gleich wieder links und kommen so zum Dietgeshof.

Vom Dietgeshof aus leitet der Hochrhöner hinauf zur hessisch-thüringischen Grenze und folgt dort dem ehemaligen Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen nach Süden. Hier treffen wir dann wieder auf die Ostroute des Hochrhöners, die ab dem Roten Moor durch die Lange Rhön führt. Wieder vereinigt führt der Hochrhöner uns nun nach Andenhausen.

In Andenhausen lohnt ein Blick auf die malerische Fachwerkkirche, die 1757 erbaut wurde. Wir verlassen Andenhausen dann und wandern über den Osthang des Katzensteins (628m) hinein ins weite Wiesenflächen. Wir passieren auf Höhe der Kreistraße K 93 die Wüstung Mückenhof, halten uns weiter Richtung Arnsberg (661m) und dann rechts, wo wir vor dem Steinbachtal erneut auf eine Kreisstraße treffen.

Der Hochrhöner steuert nun Föhlritz an und weist den Weg hinauf auf den unbewaldeten Gläserberg (670m). Hier oben steht die Dermbacher Hütte des Rhönklubs und man genießt einen weiten Blick über die Thüringer Rhön.

Wir wandern nun Richtung Dermbach und kommen oberhalb des Orts zum Staudt-Blick, halten uns hier südlich, passieren die Bundesstraße B 285 und kommen dann bei Glattbach ins Feldatal. Die Felda ist ein 42km langer Zufluss der Werra und einer der wichtigsten Flüsse in der inneren Rhön.

Zum Abschluss des Wandertags steht noch einmal ein echtes Highlight auf dem Wanderplan: Wir wandern durch den Ibengarten. Das bereits 1938 ausgewiesene Naturschutzgebiet Ibengarten ist der größte Eibenwald Thüringens. Von den knapp 370 Eiben, die hier am Hang des Neubergs (528m) wachsen, sind viele über 500 Jahre alt und bilden die Kulisse eine verwunschenen Märchenwalds.

Am südlichen Rand des Ibengartens stößt der Hochrhöner zur Rhönpaulushöhle vor. Der Rhönpaulus gilt so ein bisschen wie der Robin Hood der Rhön. Er lebte als Wilddieb und Schmuggler und hielt sich in einer schmalen Felsspalte am Ibengarten vor seinen Häschern verborgen – die ihn aber trotzdem irgendwann fingen und 1780 in Wiesenthal an den Galgen brachten. Auch uns führen die abschließenden Meter dieser Tagesetappe auf dem Hochrhöner nach Wiesenthal.

Bildnachweis: Von Metilsteiner [GFDL], via Wikimedia Commons

Hochrhöner Etappen


Hochrhöner Etappe 1Hochrhöner Etappe 2Hochrhöner Etappe 3Hochrhöner Etappe 4Hochrhöner Etappe 5Hochrhöner Etappe 6

Vgwort