Herschbach (Wallmerod)

Herschbach mit seinen beiden Ortsteilen Lochheim und Wahnheim liegt in einem flachen Tal umgeben von kleinen Anhöhen mit Nadel- und Mischwald. Es gibt ausgebaute Spazierwege zum Sengelberg (444m) und zu den Herschbacher Leien, beides Zeugen des tertiären Vulkanismus.

Auf ca. 200ha erstreckt bei Herschbach das Naturschutzgebiet Eisenbachwiesen. Es umfasst ausgedehnte Feuchtwiesen in der Aue des Eisenbaches und des von Meudt her zufließenden Mühlgrabens, ein Mosaik von Röhrichten, Groß- und Kleinseggenriedern und Hochstaudenfluren, zwei größere Waldkomplexe sowie einige ackerbaulich genutzte Gewanne.

Die Talböden waren früher von einem dichten Grabennetz durchzogen, welches die Wiesen entwässert. Mit fortschreitender Aufgabe der Landbewirtschaftung verfielen die Stauwehre und die Gräben verschlämmten. Dadurch vernässte das Gebiet wieder und Riedgrasbestände konnten sich ausbreiten. Das Schutzgebiet ist heute vor allem zoologisch von Interesse. Im Eisenbachtal lassen sich Bekassine, Kiebitz, Braunkehlchen, Wiesenpieper und vierzig verschiedene Tagfalterarten (darunter der Schwarzblaue Bläuling und der Große Moorbläuling) bewundern. Als Durchzügler durchqueren Schwarzstorch, Fischadler und Kornweihe dieses Gebiet.