Meudt

Der Name Meudt kommt wahrscheinlich aus dem Althochdeutschen und weist darauf hin, dass hier von alters her eine Zollstelle betrieben wurde. Dafür spricht auch, das Meudt noch im 18. Jahrhundert mit 555 Einwohnern zu den größeren Orten im Westerwald zählte.

Einen Blick in die Vergangenheit erlaubt auch das schmucke Fachwerk-Rathaus aus dem Jahr 1596. Es ist das älteste erhaltene Rathaus im Westerwald und ein beliebtes Fotomotiv. In der Nähe erinnert ein 1988 errichtetes Denkmal an die 1938 zerstörte Synagoge, die der Treffpunkt der jüdischen Gemeinde in Meudt war.

Am Ortsrand entspringt im Gangolfusbrunnen der Eisenbach. Alljährlich am Pfingstsamstag ziehen die Kirmesburschen zum Brunnen und reinigen ihn beim „Born ausräumen“ symbolisch, um dann am Pfingstmontag zum Abschluss der jährlichen Kirmes mit der gesamten Dorfbevölkerung in einer feierlichen Prozession zum Gangolfusbrunnen zu ziehen und das Wasser des Eisenbachs zu segnen.

Am Westrand von Meudt liegt das 1982 ausgewiesene Naturschutzgebiet Tongrube Beckershaid. Der 27,5ha große Naturraum wurde wegen seiner Flachwasserzonen und Feuchtländereien sowie der damit verbundenen Ansiedelung seltener Amphibien, Reptilien und Pflanzen als schützenswert eingestuft.