Hersbruck-Rundwanderung


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑221m  ↓221m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die erste Hälfte der Wanderung werden wir Höhenlagen durchstreifen, über den Steinberg wandern, um dann im Tal einen Stadtrundgang zu unternehmen. Hersbruck liegt im Pegnitztal und wird auch gerne das Tor zur Hersbrucker Schweiz genannt. Drei Stadttore nebst einem Wehrgang und Fachwerkidylle lassen besonders die Hersbrucker Altstadt heimelig wirken.

Wir starten nordwestlich an der Hersbruck-Bebauungsgrenze am Parkplatz beim Höhenweg. Es geht zunächst in einem östlichen Bogen durch die Naturlandschaft, von der Großviehbergstraße in die Straße Erzgrube. Dort erwartet uns der Aussichtspunkt zur Schönen Aussicht, die wir genießen und uns einen Überblick verschaffen. Durch den Wald geht es an der Erzgrube vorbei, wo lediglich ein paar Häuser sind und eine Hundepension.

Wald, Waldrand, Felder und Wiesen wechseln sich ab und über die flache Vegetation können wir auf dem weiteren Weg an mehreren Aussichtspunkten den Blick schweifen lassen. Wir befinden uns zwischen Großviehberg nordöstlich und Hersbruck südwestlich. Nach nicht ganz 2km sind wir am Steinbruchhäuschen und bei 511m in der Höhe am höchsten Punkt der Wanderung. Am Häuschen auf dem Felsen führt auch der Hersbrucker Kalorienweg vorbei, einer von mehreren Hersbrucker Wanderwegen.

Nach der Überquerung der Großviehbergstraße gehen wir über den Steinberg weiter bergab. Dann treffen wir auf das Quellgebiet mit dem Essiggraben und dem Buchbrünnlein. Jetzt geht es nach Hersbruck hinein. Wir gehen durch die Straße Am Buch, überqueren die Gleise und streben in Richtung Pegnitz. Hier steht die Fackelmann-Therme mit Sauna und Strudelbad. Was hier einmal war, darüber berichten die Infotafeln: das KZ-Außenlager Hersbruck, ein Arbeitslager des KZ Flossenbürg. In der Altstadt hat ein Verein eine Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck eingerichtet.

Wir durchschlendern die Badstraße und kommen in die kleine Grünanlage Rosengarten mit der Skulptur von Vittore Bocchetta (geb. 1918) als Mahnmal für die namenlosen Opfer. Bocchetta musste selbst 1944 in dem Lager Zwangsarbeit verrichten, bevor er 1945 fliehen konnte.

Durch den Obermühlweg kommen wir an der evangelisch-methodistischen Christusgemeinde vorbei. Die Pegnitz überqueren wir bei der Turnhalle und machen einen kleinen Abstecher zu Seitenarmen der Pegnitz. Neben der freikirchlichen-evangelischen Gemeinde ist eine Hautklinik. Nochmal geht es über den Fluss. Bei der Turngasse steht die Spitalkirche.

Wir gehen durch die Hirtengasse und ein Blick fällt auf das Wassertor, das 1602 viergeschossig wiederaufgebaut wurde. Südlich sind übrigens weitere Religionsgemeinschaften, darunter zwei Moscheen und die katholische Stadtkirche St. Maria. Auch das Schloss aus dem 16. Jahrhundert mit dem Amtsgericht liegt südlich von uns und wir können einen Abstecher dahin unternehmen.

Ohne Abstecher gehen wir durch die Martin-Luther-Straße, um uns den Altstadtkern rund um den Markt anzusehen. Würden wir in die Spitalgasse einbiegen, kämen wir unter dem Spitalturm durch, der im Kern aus dem 14. Jahrhundert ist.

Wie Perlen an einer Schnur sind die Baudenkmäler in der Altstadt aufgereiht: Wohn- und Geschäftshäuser ab dem 16. Jahrhundert. Das Rathaus Hersbruck ist mittendrin, zwischen dem Unteren und dem Oberen Markt. 1419 wurde das Rathaus erstmals genannt, brannte mehrfach ab. Was man heute sieht, stammt aus der Zeit um 1950 und trägt einen Glockenturm und reiht sich gut ins Ensemble ein.

Würden wir durch die Straße Oberer Markt nah links abbiegen, kämen wir durch das Nürnberger Tor (15. Jahrhundert) in die Nürnberger Straße. Wir wählen das Sträßchen Eisenhüttlein und kommen am Deutschen Hirtenmuseum vorbei, das in einem schmucken Fachwerkbau untergebracht ist. Über die Gleise verlassen wir den Altstadtkern gen Norden und kommen über den Michelsberg (435m) zurück zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Dguendel [CC BY-SA 3.0 de] via Wikimedia Commons

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