Hausen (Wied)

Direkt südlich von Waldbreitbach schließt sich am gegenüberliegenden Ufer der Wied der Ort Hausen an. Westlich von Hausen erheben sich die Höhenzüge des Rhein-Wied-Rückens mit dem Malberg (373m) als höchster Erhebung der Verbandsgemeinde Waldbreitbach.

Die Geschichte von Hausen ist eng verbunden mit dem Orden der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, die hier 1862 gegründet worden sind. Keimzelle der Ordensbruderschaft war die Waldbreitbacher Kreuzkapelle, die dem Schumacher Peter Wirth 1860 für seine Wohngemeinschaft frommer Handwerker zugewiesen wurde. Dies führte dazu, dass Mutter Rosa mit ihren Waldbreitbacher Franziskanerinnen die Kapelle verlassen mussten.

Mit der Gründung des Ordens wurde aus Peter Wirth Bruder Jakobus und schon vier Jahre später konnten sich die Franziskaner in Hausen ein eigenes Kloster errichten: das St. Josefshaus, das heute ein Alten- und Pflegeheim ist. 1905 wurde die Klosterkirche gebaut. Hinter dem St. Josefshaus erstreckt sich ein großer Park mit historischem Baumbestand, Lourdes-Grotte und Antonius-Brunnen.

Südwestlich von Hausen liegt der Malberg (373m), an dem bis 1932 Basalt abgebaut wurde. In dem entstandenen Krater befindet sich heute malerisch gelegen der kleine Malbergsee. An der Ostflanke des Berges führt ein Basaltlehrpfad hinauf zum Gipfel, von dem man einen guten Panoramablick hat. Im Winter bietet der Malberg 470m die längste Skiabfahrt im näheren Umreis inkl. Liftbetrieb. In den 1960er Jahren galt der Malberg sogar kurzzeitig als größte Kunstschneepiste Europas, die Schneekanonen wurden wegen Ineffizienz aber bereits in den 1970er Jahren wieder demontiert.