Hausen am Tann: Panoramaschleife auf der Zollernalb


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑434m  ↓434m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein wenig „sagenhaft“ ist diese herrliche Wanderung durch eine beeindruckende Felspalte mit fantastischen Aussichten auf dem Schafberg, dem Wenzelstein und dem Lochen. Start und Ziel ist Hausen am Tann.

Hausen am Tann (Zollernalbkreis) liegt am Waldhausbach und an der Schlichen, im westlichen Vorland der Schwäbischen Alb. Es ist umgeben von den Bergen Lochenstein (963m), Rappenstein, Schafberg, Plettenberg und Wenzelstein (951m). Nordwestlich von Hausen am Tann ist ein Golfplatz. Wir starten auf 757m im Ortskern mit Gemeindehaus, Friedhof und Kirche St. Peter und Paul.

Es geht gen Norden und nach einem Kreuz links in den Wald hinauf auf den hinteren Schafberg, wo wir erste Aussichten genießen können. Hier ist das Landschaftsschutzgebiet Schafberg-Lochenstein ausgewiesen. Weiter aufwärts mit dem Albtrauf kommen wir zum Hohen Fels. Die Aussichten sind fantastisch, über die Ortschaft im Tal, hinüber zum Sendemast, über Heideflächen, Mischwald, Wiesen und Felder.

Der Gespaltene Fels mit seinen rund 1.000m zeigt sich ebenso aussichtsreich. Der Gespaltene Fels ist beeindruckend, zeigt die Macht der Natur und ist vermutlich nur ein Ausdruck von Verfall. Der Donau-Zollernalb-Weg kommt auch hier vorbei.

Durch Wacholderheide wandern wir hinab zum Wenzelstein (951m), wo einst eine Burg gestanden hat, die vor 1100 errichtet worden war. Mit viel Fantasie kann man deren Relief im Boden nachvollziehen. Wir haben Ausblick auf das schöne Schlichemtal. 

Durch Heide und an einer Grillstelle vorbei nähern wir uns dem nächsten Highlight, dem Lochenstein mit Kreuz obenauf und weiteren schönen Aussichten ins Albvorland. Wir haben hier etwa die Hälfte der Wanderung und halten Bergfest, wozu sich auch der Rastplatz heroben anbietet. Auch auf einen Brunnen mit Quelle kann man hier stoßen sowie auf den Wanderparkplatz Lochenpass. 

Auf dem Rückweg mit der Oberhauser Straße kommen wir an der uns bekannten Grillstelle vorbei und wählen die Straße in südlicher Richtung, wandern mit ihr über den Oberhauser Hof und gelangen nach Hausen am Tann zurück.

Es wurde eine Sage versprochen und die dreht sich um die Mätresse des württembergischen Herzogs, Wilhelmine von Grävenitz, die im Schloss Oberhausen, dem heutigen Gehöft eine Scheinehe mit eben diesem, der schon verheiratet war, was eine Staatsaffäre auslöste. Ein Pfarrer aus Tieringen büßte auch, durch Lohnverzicht für seine „versteckte“ Offenheit.

Bildnachweis: Von Kroelleboelle [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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