Hagen-Dahl

Ein gutes Stück südlich des Kernstadtgebiets und umgeben von Waldstücken und landwirtschaftlich genutzten Flächen befindet sich der Hagener Stadtteil Dahl. Der Ort liegt in einer Schleife der Volme, die sich hier tief in die Landschaft eingeschnitten hat. Entsprechend steil sind die teils bewaldeten Uferhänge und die zerklüfteten Seitentäler wie die von Asmecke und Rumscheider Bach. Im Südosten bildet der Brantenberg (328m) eine markante Erhebung, die den Ort überschaut.

Zusammen mit Priorei und Rummenohl war Dahl 1970 zunächst der benachbarten Stadt Breckerfeld zugeschlagen worden, kam aber schon 1975 als Stadtteil zu Hagen. Die noch sichtbaren Überreste einer alten Wallburg deuten darauf hin, dass Dahl schon vor dem 9. Jahrhundert besiedelt gewesen sein könnte. Allerdings machen die wenigen Funde eine genaue Datierung schwierig.

Ein ehemaliges Rittergut, das bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde, liegt im Zentrum des Ortes und wird heute gemeinhin Haus Dahl genannt. Haus Dahl entstand 1820-23 im klassizistischen Stil. Der Landrat Friedrich Gerstein ließ es errichten, nachdem der Vorgängerbau abgerissen worden war. Der Sohn des Bauherrn Gerstein war es, der im Volmetal großflächig Wälder anlegen ließ, was das Volmetal bis heute landschaftlich prägt. Heute dient Haus Dahl als Wohnhaus, nachdem ab 1952 vorübergehend auch das Postamt darin untergebracht war.

In den Räumen dieses alten Postamts ist seit 2009 das kleine Dahler Heimatmuseum zu besichtigen. Der Alltag der Menschen in den Orten Dahl, Priorei und Rummenohl vor und während der Industrialisierung bis hin zur Gegenwart bildet einen Schwerpunkt der wechselnden Ausstellungen.

Am nördlichen Ortsausgang von Dahl findet sich noch das Gebäude einer alten Schmiede. Die komplette Hofanlage steht heute unter Denkmalschutz. Zu sehen sind mehrere Gebäude: das Bauernhaus, eine Scheune und der eigentliche Schmiedekotten. Entstanden ist die Anlage im 17. Jahrhundert. Der Schmiedekotten ist teils aus verputztem Mauerwerk errichtet, teils in Fachwerkbauweise.

Regionaler Bezug:

Hagen Nordrhein-Westfalen Hagener Tälerkessel Lennebergland Sauerland