Hagen-Altenhagen

Was man dem Namen nach vermuten könnte, stimmt auch: Der Ortsteil Altenhagen ist in der Tat der älteste Teil von Hagen und liegt direkt am Ufer der Volme, die wenig später im Stadtteil Boele in die Ruhr mündet. Ursprünglich muss sich nahe der Stelle, wo heute die Altenhagener Brücke über die Volme verläuft, ein altes Rittergut befunden haben. Davon ist heute allerdings nicht mehr viel sichtbar, und Altenhagen ist längst ein Stadtteil von vielen im Kernstadtgebiet Hagens. In der Bebauung sind heute noch viele alte Gründerzeitbauten zu sehen.

Interessant sind vor allem die Kirchen, die am Rand des Ortsteils zu finden sind, St. Elisabeth und die Matthäuskirche. Die katholische St. Elisabeth Kirche wurde 1925-27 im Stil des Neobarock gebaut. Sie wird auch Klosterkirche genannt, denn bis zum Jahr 1988 stand die Gemeinde unter der Leitung von Franziskanern. Ein Pater aus diesem Orden hatte 1689 der Stadt Hagen überhaupt erst eine eigene Kirchengemeinde ermöglicht. Allerdings wurde die Kirche während des Zweiten Weltkriegs 1943 fast komplett zerstört und in den Folgejahren in leicht veränderter Form wieder aufgebaut. In den späten 1960er Jahren erfuhr der Innenraum eine Neugestaltung, aus dieser Zeit stammt auch der Marmor-Altar.

Der evangelischen Gemeinde steht unter anderem die Matthäuskirche in Hagen zur Verfügung. Wenn man bei einer Kirche von einem markanten Turm mit Wiedererkennungswert sprechen kann, dann bei dieser. Er misst 8x8m am Boden, ist 50m hoch und sieht aus wie ein einziger großer Turmhelm - definitiv ein Kontrapunkt zum Turm der St. Elisabeth Kirche, die ohne Turmhelm auskommt. 1961 errang eine Architektengemeinschaft den Sieg bei einem Architekturwettbewerb, der zum Bau dieser Kirche ausgeschrieben worden war. Von 1965-67 dauerte die Bauzeit.