Habichtswaldsteig-Extratour 8: Naumburg und die Weidelsburg (unterwegs im Elbetal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑356m  ↓356m
Habichtswaldsteig-Extratour 8: Naumburg und Weidelsburg

Naumburg kennt man – das liegt an der Saale in Sachsen-Anhalt und ist bekannt wegen des als UNESCO-Weltkulturerbes geschützten Naumburger Doms. Aber es gibt noch ein zweites Naumburg. Das liegt im hessischen Habichtswald, und eine Kirche gibt’s hier auch: die Stadtpfarrkirche St. Crescentius mit der Naumburger Madonna.

Eine der Extratouren am Habichtswaldsteig führt uns nach Naumburg und zwar die Route 8. Ihr Thema ist: Im Tal der zwei Burgen. Die beiden Burgen heißen Burg Naumburg (bis auf wenige Mauerreste leider abgegangen) und Weidelsburg (die größte Burgruine in Nordhessen). Das Tal ist das Elbetal, ein Zufluss der Eder.

Wir starten am Wanderparkplatz Weidelsburg, etwa auf 11 Uhr unserer Wandertour gelegen. Wir halten uns in nordwestliche Richtung, kreuzen die Landstraße L 3214 und kommen dann ins Elbetal. Wir folgen der Elbe flussabwärts und kommen zum Weidelshof, wo heute Familien gerne Märchenurlaub verbringen.

Dann machen wir einen kleinen Schlenker, kreuzen erneut die Landstraße und spazieren zur Weingartenkapelle zu Naumburg. Der heutige Bau stammt von 1921-23 und ersetze zwei Vorgängerbauten. Die Weingartenkapelle ist seit fast 200 Jahren ein Wallfahrtsort.

Weiter geht es nach Naumburg hinein. Die historische Altstadt weist schöne Fachwerk-Ensembles aus dem 17. Jahrhundert auf. Dann geht es vorbei an der Pfarrkirche St. Crescentius hinauf auf den Burgberg. Hier stand einst Burg Naumburg, die 1626 durch ein Feuer zerstört wurde.

Jetzt verlassen wir Naumburg wieder und wandern in westliche Richtung. Es geht bis kurz vor das Wohn- und Therapiezentrum Haus Sankt Martin. Hier halten wir uns rechts und wandern durch den Alten Wald zu unserem letzten Stopp, der Weidelsburg.

Die Weidelsburg wurde im 12. Jahrhundert an der früheren Stammesgrenze zwischen Franken und Sachsen erbaut und stand im Dreiländereck zwischen der Landgrafschaft Hessen, der Grafschaft Waldeck und der Kurmainzer Enklave Naumburg. Von der Aussichtsplattform auf dem östlichen Palas der Burgruine, fällt der Blick über Waldecker Land, Habichtswald, Kaufunger Wald, Knüllgebirge und Kellerwald.

In früheren Hof mit den Pferdestallungen ist ein gastronomischer Stand mit Schutzhütte integriert, der geöffnet hat, wenn die Fahne am Mast auf dem Ost-Palas weht. Von der Weidelsburg sind es jetzt nur noch ein paar Schritte zurück zum Parkplatz.

Bildnachweis: Von Feuermond16 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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