Gut Hospelt

Neben der Stadt Bad Münstereifel ist das Gut Hospelt nahe des Lierstals der älteste urkundliche erwähnte Wohnplatz im Münstereifeler Stadtgebiet. Die Nennung erfolgte im Jahr 854 und bereits 865 stand er als Herrenhof im Güterverzeichnis der Abtei Prüm. Gut Hospelt war wohl der erste Siedlungsschwerpunkt der zur früheren eigenständigen Gemeinde Mutscheid gehörte.

Das Gutshaus Hospelt wurde 1924-25 durch den Architekten Paul Schulze-Naumburg für einen Fabrikanten namens Cramer gebaut. Das Ensemble von Gut Hospelt fällt durch das Haus mit dem Treppengiebel auf, das an einen achteckigen Turmbau grenzt. Des Weiteren fällt der wehrhaft wirkende Torturm ins Auge, der mit einem Dachreiter abgeschlossen ist.

Auch findet sich auf dem Gutsareal die Kapelle Hospelt. Sie war früher dem heiligen Antonius von Padua geweiht und seit 1878 ist sie unter dem Patronat des heiligen Joseph. Die Hospelter Kapelle wurde um 1700 gebaut und mit dem Patroziniumswechsel restauriert. Die Westachse erhielt die Kapelle 1889.

Nahebei liegt eine abgegangene Motte, also eine frühere Burg, was Grabenaushebungen und Wallaufwerfungen belegen. Näher archäologisch untersucht wurde die Motte Hospelt bislang nicht.

Nahe von dem mitten im Grünen gelegenen Gut Hospelt finden sich die Orte Hummerzheim nordwestlich mit einem Aussichtspunkt auf der Hummerzheimer Höhe (495m), in dessen Nähe bis 1747 eine Erzmine betrieben wurde sowie südlich das Dorf Odesheim mit seiner Kapelle St. Lüfthildis aus dem Jahr 1752.