Großer Rundweg durch den Exotenwald Weinheim


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑206m  ↓206m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Weinheim ist auch bekannt als Zwei-Burgen-Stadt und liegt an der Badischen Bergstraße am Westhang des Odenwalds. Es sind aber nicht nur diese zwei Burgen (und auch noch ein Schloss), die Weinheim für einen Ausflug interessant machen. Wir steuern heute ein anderes Ziel an, den Exotenwald Weinheim.

Der Exotenwald Weinheim ist eine 1872 begründete Baumsammlung. Heute gehört der Exotenwald mit einer Fläche von rund sechzig Hektar zu den größten Arboreten Europas. Normalerweise wird in einem Arboretum immer nur ein einzelnes Exemplar pro Baumsorte gepflanzt. In Weinheim hat man das anders gemacht und immer gleich ein ganzes Waldstück mit einer Baumart bepflanzt. So können z.B. Mammutbäume hier als Waldbäume betrachtet werden, und zwar inzwischen mit einer Höhe von bis zu 60 Metern - eindrucksvoll.

Der Exotenwald Weinheim liegt direkt hinter dem Schlosspark Weinheim (der ebenfalls sehenswert ist; hier steht Deutschlands höchste Zeder). Rund 170 verschiedene Baumsorten sind im Exotenwald zu sehen. Dazu zählen die Österreichische Schwarzkiefer, die Atlaszeder, der Weinblatt-Ahorn, die Papier-Birke, der Schuppenrinden-Hickory, der Prächtige Trompetenbaum, der Amerikanische Amberbaum, der Tulpenbaum, die Gurken-Magnolie, die Scharlach-Eiche, der Riesen-Lebensbaum, der Götterbaum, der Japanische Kuchenbaum, die Sicheltanne, der Blauglockenbaum und die Kaukasische Flügelnuss.

Die Möglichkeit, fremdländische Baumarten in diesem Umfang anzubauen, hat sich nicht zuletzt durch günstigen klimatischen Bedingungen ergeben: Vergleichsweise milden Wintern folgt früh ein warmes und meist frostarmes Frühjahr. Auch der Sommer hält mit vielen Hitzetagen in Weinheim Einzug. Die Vegetationsperiode dauert daher überdurchschnittlich lange. Einschränkend für das Wachstum vieler Baumarten ist allerdings der vergleichsweise geringe Jahresniederschlag.

Wir starten den Rundweg durch den Exotenwald an der Bodelschwinghstraße und gehen vor zur Wendt-Hütte. Die erinnert an den Forstamtleiter Wendt, der dem seinerzeit ziemlich heruntergekommenen Arbotetum wieder neue Impulse gab und eine zweite Anbauperiode initiierte. Wir spazieren weiter durch den Exotenwald und können uns an den Infotafeln schlau machen über die verschiedenen Baumsorten.

Bildnachweis: Von Immanuel Giel [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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