Graniterlebniswanderweg von Hauzenberg nach Sonnen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑671m  ↓495m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hauzenberg ist ein Luftkurort im Landkreis Passau. Im gleichen Landkreis ist Sonnen als Erholungsort im unteren Bayerischen Wald. Zur Luftkur und Sonne gehört zur Strecke Granit. Nahe unserem Startort empfiehlt sich ein Besuch des Granitmuseums Steinwelten in Hauzenberg (Passauer Straße).

Wenn jemand auf Granit beißt, beißt er sich die Zähne aus. Granit, vom lateinischen granum = Korn, ist ein grobkristallines, massiges Tiefengestein, bestehend aus: „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess‘ ich nimmer“ – so ein Merkspruch. Granitgestein entsteht in ca. 2km Tiefe und ist mächtig hart. Im Bayerischen Wald kommt es als „Böhmische Masse“ vor.

Granit und seine Gewinnung prägen die Landschaft zwischen Hauzenberg und Sonnen. Aus Granit sind beispielsweise: Straßenbeläge, Bordsteine, Tür- und Fensternischen, Marterl, Wassertröge, Wohn- und Sakralbauten. An der Strecke entdecken wir aktive und bereits von der Natur wieder zurückgewonnene Steinbrüche, in denen Biotope entstanden sind. Wir beißen nicht auf Granit, sondern erleben ihn in seiner Vielfalt am Granitwanderweg.

Die ersten 4km laufen wir uns warm, haben dann leichten Anstieg, zwischen Kilometer 6 und 8 geht’s merklicher aufwärts bis auf 908m. Bis Sonnen bleiben wir in höheren Lagen. Hauzenberg liegt auf rund 500m. Wir starten am Steinbruchweiher Königssee, südlich von Hauzenberg an der Straße Grub.

Am Gidibauer vorbei nehmen wir die Straße Danglmühle. Wir kommen an einem Granit- und Schotterwerk vorbei und zum Staffelbach. Wir queren die Brückenstraße. Links erstreckt sich der Bürgerpark Hauzenberg. Wir wandern mit der Mühlstraße und dem Staffelbach gen Norden zum Freudensee.

Durch abwechslungsreiche Umgebung und aufwärts gelangen wir nach rund 8km zum Steinbruch Oberfrauenwald. Pausenzeit. Wir betrachten die Wunden, die der Granitabbau in seinen Schichten hinterlässt, sehen Bohrerspuren, Gesteinsblöcke und das sich ergebende Mosaik daraus. Am Grund hat sich ein kleiner See gebildet.

Es geht nach Geiersberg und wir kommen nach Oberneureuth mit dem kleinen Flugplatz Sonnen. Weitere Steinbruchareale sind in der unmittelbaren Umgebung. Dann geht’s durch Niederneureuth und Schauberg nach Sonnen.

Will man zurück nach Hauzenberg, sind es entlang der Fritz-Weidinger-Straße 10km und 10 Minuten mit dem Auto. Es fährt ein Linienbus von Sonnen nach Hauzenberg, allerdings selten, wochentags nur bis nachmittags, an Sonntagen müsste man schon vor dem ersten Hahnenschrei in Hauzenberg losgewetzt sein, um den 2. und letzten Bus zurück zu kriegen. Tja, in Sachen Ausbau von ÖPNV, lässt es sich, ganz allgemein, schon mal auf Granit beißen.

Bildnachweis: Von High Contrast [CC BY 3.0 DE] via Wikimedia Commons

Vgwort