Rundwanderung über den Staffelberg (Hauzenberg)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑500m  ↓500m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Luftkurort und die Granitstadt Hauzenberg, mit dem Freudensee, in einem weiten Talkessel, ist von Wiesen und Feldern umgeben, von bewaldeten Granitbergen eingerahmt – alles recht malerisch, hier im südlichen Bayerischen Wald. Höchster Punkt des Städtchens und auch der vom Landkreis Passau, ist der 945m hohe Oberfrauenwald. Wir steigen zum näheren und niedrigeren Staffelberg (793m) auf. Mit Bergwerksmuseumsbesuch ist ein ganzer Wandertag zu planen.

Die Gemeinde Hauzenberg hat sage und schreibe 97 Ortsteile, auf die sich die rund 11.700 Menschen verstreuen. Wir starten parkend an der Brückenstraße und dem Bürgerpark, in Hauzenberg, kommen an dem kleinen Kurpark-Teich vorbei und über den Staffelbach am Parkrand.

Im Park ist der Aussichtsturm Pinocchio, an dem wir zum Schluss der Runde direkt vorbeikommen, nebst Brotzeithütte und Biergarten. Spricht aber nichts dagegen, auch am Anfang dahin zu gehen – zwecks erster Übersicht. Der Pinnochio-Turm misst 20m und er heißt eigentlich „der „Edle von Hauzenberg“. Früher war hier ein Holzwerk und im Zuge der Renaturierung einer Gewerbebrache entstand der Turm, nebst Abenteuerspielplatz Rocco-Park. Vom Turm aus sehen wir unser Ziel: den Staffelberg.

Wir wandern durch den Ortsteil Mühlberg und eher steil durch Wald hinauf auf den pyramidenförmigen Staffelberg (793m), unsere einzige markante Steigung der Runde. Oben ist ein kleiner Aussichtsturm nebst einem Gipfelkreuz, Rastbänke und man schaut auf Hauzenberg sowie den Freudensee. Durch Wald geht es wieder abwärts und wir kommen durch folgende Örtchen: Duscherpoint, Ruhmannsdorf, Kropfmühl, wo sich ein Halt anbietet.

In Kropfmühl ist als Geotop der Graphitbergbau im Passauer Wald gelistet, als einzige Graphitlagerstätte Deutschlands. Der Graphit, bereits zu Zeiten der Kelten abgebaut, wird untertägig aus den Flözen geholt. Das Bergwerk ist aktiv. Genaueren Einblick erhält, wer sich ins Graphit-Besucherbergwerk Kropfmühl in die Unterwelt begibt. Graphit ist kristalliner Kohlenstoff, ebenso wie ein Diamant. Was die meisten lediglich im „Bleistift“ vermuten, findet sich auch in Handy oder im E-Auto-Akku. Faszinierend!

Wir kreuzen im Tageslicht auf der Weiterwanderung die St2320 zweimal, haben rund 8,4km Leistung hinter uns, wenn wir auf den Bachwanderweg biegen, auf dem wir die folgenden 2km bleiben, mit einem Bach. Dann biegen wir ab, wandern durch Wald und Feld nach Niederbrünst, von dort nach Innerhartsberg, kommen bei Neumühle über den Staffelbach und treffen den Bachwanderweg wieder. Der und der Staffelbach geleiten nach Hauzenberg. Dabei kommen wir an einem Granitwerk vorbei, einer weiteren Stätte, wo der Mensch das Unterste zuoberst zerrt.

Bildnachweis: Von Aconcagua [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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