Geroldsecker Rundweg (Ortenauer Sagenrundwege)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑431m  ↓431m
Ortenauer Sagenrundweg 29 Markierung Wegzeichen Beschilderung

Heute wandern wir auf dem Sagenrundweg 29 durch die Ortenau mit Start in Seelbach im Schuttertal. Hier führt auch die Zwei-Burgentour mit Burg Hoheneck und Burg Lützelhardt (18km) entlang und der Kandelhöhenweg streift das Gebiet. Die Ortenauer Sagenrundwege thematisieren Mythen und Geschichten der Ortenau, folgen dem Gespenst und unterhalten Klein wie Groß.

Die Gemeinde Seelbach in der Ortenau nennt sich auch Ort der fünf Burgen. Zwei davon werden wir treffen, nämlich die Ruine der Höhenburg Hohengeroldseck aus der Zeit um 1250 und die Burg Lützelhardt, die rund 100 Jahre älter ist und von der Mauerreste sowie Rekonstruktionen erhalten sind. Auf den ersten 6,2km werden wir von ca. 210m bis auf 516m am Hohengeroldseck ansteigen.

In Seelbach, am Schwarzwald-Querweg Rottweil-Lahr (99km), beginnen wir beim Parkplatz zwischen Marktstraße und Sporthalle und gehen durch den Ortskern. Die 56km lange Schutter fließt westlich und will über die Kinzig in den Rhein. Links ist das Bürgerhaus im Klostergarten, rechts das Rathaus im alten Kloster, das als Franziskanerkloster 1735 entstand. Im Zentrum steht auch die St. Nikolaus Kirche von 1749. Wir passieren die Hauptstraße. Rechterhand ist die ev. Kirchengemeinde (1950er Jahre).

Wir wandern durch die Geroldseckerstraße, die Runde öffnet sich, wir folgen der Straße durch Linkseinbiegen und verlassen den Ortskern, via Steinbächle mit Aussicht. Durch Wiesen geht’s an Höfen vorbei. Bei Eisenhof biegen wir von der Alten Landstraße nach links ab, queren die B415 (Ludwigstraße), kommen nach Eichberg, halten uns rechts, wandern mit Waldrand und Wiesen an Rehberg vorbei auf den Schöneberg mit der Burg Hohengeroldseck. Das Wahrzeichen über Schutter- und Kinzigtal ist frei zugänglich und mit Infotafeln ausgestattet. Gerold war der, „der den Speer beherrscht“, Schwager von Karl dem Großen, fiel bei einer Schlacht gegen die Heiden und soll Erbauer der Burg gewesen sein, dann wäre die Burg älter.

Rechts haltend folgen wir der Straße Schloßberg abwärts, queren die B415, sehen das Fachwerkgebäude vom Gasthaus Löwen (geschlossen) und die Burgkapelle. Die nächsten knapp 3km wandern wir gen Süden, mit Waldrand und Wiesen wieder aufwärts, sind auf dem Walzenhofhangweg. Mit ihm gelangen wir auf den Lützelhardweg durch abwechslungsreiche Waldvegetation. Nach 12,8km sind wir auf der 457m hohen Lützelhardt mit der Burgruine Lützelhardt, Geschichten von Geistern und ihren Tänzen geistern durch die Gegend.

Die Burg Lützelhardt aus dem 12. Jahrhundert diente vermutlich zur Sicherung der Passstraße ins Kinzigtal. Eine Annahme ist, dass die Geroldsecker die Burg zerstörten, um selbst den Pass zu sichern. Es haben sich Reste des Haupthauses mit romanischen Palasfenstern erhalten. Der Lützelhardt-Pfad bringt uns auch in Serpentinen nach Seelbach zurück.

Bildnachweis: Von Leopress [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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