Georgenborn

Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner
Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner

Georgenborn liegt am Südhang des Rothekreuzkopf (510m) auf einer Höhenlage von gut 380m ü. NN. Der Ortsteil von Schlangenbad entstand 1694 an einer Waldquelle und wurde vom Idsteiner Fürst Georg August gegründet, der hier zu Jagdausflügen gerne pausierte.

Später entwickelte sich Georgenborn im Zuge des Kurtourismus zur einer bevorzugten Wohnlage für wohlhabenden Familien aus Wiesbaden. Einer der Neubürger Georgenborns war Ende des 19. Jahrhunderts der Industrielle Ferdinand von Krauskopf, dessen Familie mit der Produktion von Gummistiefeln in Russland ihr Vermögen machte. Seinem Geldbeutel ist es zu verdanken, dass 1899 die alte Schule in Georgenborn gebaut werden konnte.

Das repräsentative Backsteingebäude wurde bis 1967 als Schule genutzt. Später zog hier die Junge Bühne Schlangenbad ein, eine Amateurbühne, die aber weit über Schlangenbad hinaus einen guten Ruf besitzt ob der hohen Qualität der Aufführungen.

Ferdinand Krauskopf finanzierte aber nicht nur die Schule in Georgenborn, sondern baute sich auch ein feudales Wohnquartier: Schloss Hohenbuchau. Das Schloss war von einer großen Parkanlage mit Teichen und Pavillons umgeben und üppig ausgestattet – ein eigenes Kraftwerk etwa sorgte für die richtige Beleuchtung des Parks bei Feierlichkeiten. 1963 wurde Schloss Hohenbuchau allerdings zugunsten einer funktionalen Wohnanlage gesprengt. Neben der Umfassungsmauer mit dem chinesischen Pavillon sind heutzutage noch zwei Teiche, die Schlosstreppe, das Gästehaus (Schweizer Haus), eines der Pförtnerhäuser, die Schlossremise sowie zahlreiche Details (Mauern, Mammutbäume) zu sehen.