Geogrenzgänger Schwangau-Pinswang-Füssen


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑889m  ↓889m
Geo-Grenzgänger-Wanderweg Wegzeichen Markierung Beschilderung

Auf Grenzgang sind wir zwischen Füssen am Lech und Ziegelwies mit Walderlebniszentrum nach Unterpinswang in Österreich unterwegs. Es geht aussichts- und geistreich mit Kalvarienberg rund um das Waldgebiet Schwarzenberg, wir erleben den Alpsee, mit Blick auf das Schloss Hohenschwangau, und den Schwansee. Der Geogrenzgänger ist ein EU-gefördertes Gemeinschaftsprojekt von Österreich und Bayern. Anhand Infotafeln erfährt man die geologischen Besonderheiten der Region.

Das Wetter ist schön, die Schuhe sind eingelaufen. Wir nehmen den langen Grenzgang, starten im Freistaat Bayern beim Schwanenseeparkplatz am Königssträßchen, südlich von Alterschrofen. Man erfährt gleich etwas zum „Königlichen Steinbruch“. Es geht an Alterschrofen vorbei und wir haben uns das GEOgrenzGänger-Schild eingeprägt, wenn wir zur Info über die „Majestätische Landschaft“ kommen und einen fürstlichen Blick auf das Schloss Neuschwanstein erhaschen.

Mit Wald einerseits und Lechtal andererseits kommt man zum rekonstruierten Schwangauer Kalkofen und lernt etwas über das Kalkbrennen, „Hammer und Meißel“ oder die Entstehung einer Höhle. Nicht fehlen darf eine Info über den Lech in Füssen. Wir genießen die Aussicht Altstadtpanorama oberhalb des Lechs nach Füssen herüber und sind alsbald auf dem Stationenweg zum Füssener Kalvarienberg. Den kann man auch der Aussicht halber ganz gehen. Die eigentliche Tour biegt bei der 7. Station in Richtung Hutlerberg ab.

Dort ist ein Erlebnisrastplatz mit diversen Sinnesanregungen wie dem Summstein. Nahebei ist der Klettergarten Ziegelwies. Dann wandern wir mit Waldbegleitung in Richtung Walderlebniszentrum Ziegelwies, das grenzübergreifend zwischen Ziegelwies und Pinswang/Weißhaus und zwischen Lech und Tiroler Straße ist, denn Natur kennt keine menschlichen Grenzen. Das meiste des Walderlebniszentrums ist eintrittsfrei, lediglich der Baumkronenpfad, der über die Grenze gespannt ist, kostet.

Unsere Wanderung gen Südwesten führt um den Burgschrofen herum und an die Bebauungsgrenze von Unterpinswang. Unterwegs erfährt man etwas über die „Rote Wand“, einem Farbmarmor-Steinbruch. Bei einer Aussicht ist eine Info zum Füssener Lech, an dem immer noch Kies abgebaut wird. 

Wenn wir gut 8km gewandert sind, wendet sich die Runde in nördliche Richtung, wir biegen in den Fürstenweg, wandern aufwärts, passieren die Grenze und kommen nach dem Anstieg zum Alpsee, mit Bergbau. Wir wandern per Sommerweg am nördlichen Ufer des recht sauberen Alpsees entlang. Am Südufer ist das Alpseebad. Würden wir die eingeschlagene Richtung weiterverfolgen, kämen wir per Fürstenstraße zur touristischen kleinen Meile mit Schlosshotel, Braustüberl, Museum der Bayerischen Könige und zum Schloss Hohenschwangau.

Ohne Abstecher biegt man auf den Alpenrosenweg ein, der auf den Fischersteig leitet sowie zum erfrischenden Schwansee der auch mit Infos aufwartet und dem Seerosenteich im Schwanseepark. Wenn wir das Schwanseeufer verlassen, ist es gewiss: bis zum Parkplatz sind es nur noch ein paar Hundert Meter.

Bildnachweis: Von Richard Mayer [CC BY] via Wikimedia Commons

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