Friesener Warte Rundwanderung


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑398m  ↓398m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Friesen ist einer der elf Ortsteile des Markts Hirschaid und hat einige Häuser aus dem 18. Jahrhundert unter Denkmalschutz. Das können wir uns ansehen, wenn wir auf dem Weg zum Parkplatz sind, an der Straße mit dem Pfadfinderheim der Christlichen Pfadfinderschaft Bamberg vorbei.

Es geht gleich bergauf zur bewaldeten Friesener Warte (562m) im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst. Sie ist Teil des Flora-Fauna-Habitats Albtrauf von der Friesener Warte zur Langen Meile. An den Ausläufern der Warte fanden sich einige vorgeschichtliche und mittelalterliche Befestigungen.

Auf der Höhe wandern wir durch Wald und dann mit Wiesen und Landwirtschaft nach Kälberberg, einem rund 100-Seelendorf der Gemeinde Buttenheim. Nördlich davon steht der Sender Bamberg auf dem Wachknock (558m).

Durch weiterhin abwechslungsreiche Landschaft wandern wir in Richtung Tiefenhöchstadt, das wir streifen. Tiefenhöchstadt war bis 1802 ein sogenanntes Obleihdorf und dem Bamberger Hochstift abgabepflichtig, beispielsweise in Form von Getreide.

Wir wandern in Richtung Frankendorf gen Süden, verlieren an Höhe und kommen zur Almadlerhütte des Touren- und Wintersportclubs Almadler, zu denen die 1933 selbst gebaute Hütte gehört. Samstags und sonntags werden Wanderern und Kletterern Getränke angeboten.

In Frankendorf an der BA12, rund 100m tiefer als die Almadler, sind wir nach etwa 7km gesamt am tiefsten Punkt der Runde. Frankendorfs Zierde sind denkmalgeschützte Fachwerkhäuser: einstige Unterer- und Oberer Mühle, Wohnstallhäuser, Scheunen, einen ehemaligen Gasthof aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Durch Wald und Feld im Wechsel aufsteigend, streifen wir das Segelfluggelände Friesener Warte und kommen bei eben dieser alsbald aus. Als Erweiterung des abwechslungsreichen Tages, könnten wir nach Buttenheim, südwestlich von hier, fahren und dem Erfinder eines der bekanntesten Kleidungsstücke einen Besuch abstatten, dem ein Museum gewidmet ist.

Die Rede ist von Löb Strauß, berühmt geworden als Levi Strauss, in Buttenheim 1829 geboren, in Amerika im Zuge des Goldrauschs zu Reichtum gekommen, in San Francisco 1902 gestorben. Er war kein Goldgräber, sondern belieferte auch Goldsucher, die wiederum sehr strapazierfähige Hosen brauchten, insbesondere mit verstärkten Taschen, so kamen die Nieten von Pferdegeschirren an die Hosen. Das Levi-Strauss-Museum ist für Jeansfans ein „must see“.

Bildnachweis: Von Reinhold Möller [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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