Frankfurt-Berkersheim

Der Nordhang des Berger Rückens ist von Streuobstwiesen – Stichwort Apfelwein – und Magerrasen bewachsen und fällt weich zum unteren Niddatal bei Bad Vilbel hin ab. Hier am Nordhang des Berger Rückens liegt der kleine und beschauliche Frankfurter Stadtteil Berkersheim. In Berkersheim gibt es übrigens nicht nur die Äpfel zum Wein, sondern auch die Azur-Quelle, die als Mineralwasser abgefüllt wird.

Der dörfliche Charakter wird durch die Ansiedlung rund um die evangelische Kirche unterstrichen. Die barocke Michaeliskirche, mit hohem Turm an der Front und der Welschen Haube, geht im Kern auf eine Bauzeit um 1766 zurück. Die Emporenbilder im Inneren der evangelischen Michaeliskirche sind aus dem Jahr 1693.

In der Berkersheimer Untergasse finden sich Allianzwappen aus dem 17. Jahrhundert und man begegnet dem Namen Schelm von Bergen. Allein der Namen lässt Geschichten und Sagen in den Sinn kommen. Ein halbes Dutzend Sagen ranken sich um die Schelme. Von Henkern und Abdeckern soll das Rittergeschlecht abgestammt haben, was wenig wahrscheinlich ist, da es den Namen schon vor den Berufen gab. Kaiser Barbarossa hat in einigen Sagengeschichten einen Schelm zum Ritter geschlagen, weil er ihm geholfen hat, mal vor einem Überfall gewarnt, mal vor zwei Wildschweinen beschützt, Wasser gereicht, ein Stück des Weges mitgenommen.