Erkrath-Hochdahl

Südlich des Neandertals liegt der Erkrather Stadtteil Hochdahl. Hochdahl, das bis 1938 noch Millrath hieß, ist mit rund 27.500 Einwohnern der größte Stadtteil von Erkrath. Die sogenannte „Neue Stadt Hochdahl“ entstand als Entlastungsstadt für Düsseldorf und ist das Ergebnis von Planungen der 1960er Jahre, was kaum zu leugnen ist.

In Hochdahl steht auf dem Falkenberg die Villa Bayer, die 1899 im Auftrag des Kommerzienrates Arthur Meckel gebaut wurde. Damals hieß der prächtige Bau noch Haus Falkenberg. Den Namen Bayer hat es vom späteren Eigentümer Friedrich Bayer 1910 erhalten, einem Spross der Farbenfabriken. Man sieht einen runden Eckturm und ein Schweifgiebel schmückt die Mittelachse. Es gibt eine große Veranda, deren Säulen ein Dach tragen. Heute wird Villa Bayer gewerblich genutzt.

Nahe am Neandertal steht am Hochdahler Neanderweg die Neanderkirche. Die Kirche ist wie das Neandertal auch nach dem Kirchenliederdichter Johannes Neander benannt. Die 1905 eingeweihte Kirche mit einem Kreuzgrundriss entstand im Stil des wilhelminischen Historismus. Innen finden sich auch Jugendstilelemente. Der Turm ist seitlich versetzt angebaut. Die Kirchenschiffdächer sind abgewalmt und rot eingedeckt.

Die katholische St. Franziskus Kirche steht im Hochdahler Ortsteil Trills. Die neugotische Franziskuskirche wurde 1876 eingeweiht. Auffallend sind die künstlerisch gestalteten Glasfenster.

Nahe der Bahngleise im Ziegeleiweg findet sich das Heimat- und Eisenbahnmuseum Lokschuppen. Der Lokschuppen mit den großen Toren und aus Ziegeln gebaut stammt aus der Zeit der Bergisch-Märkischen Eisenbahn. Die Umlenkrolle der dampfbetriebenen Seilzuganlage, die den Zügen bei der Überwindung der 80m Höhenunterschied von Erkrath hinauf nach Hochdahl half, steht unter Denkmalschutz.

Ein weiterer Anziehungspunkt in Hochdahl ist die Sternwarte Neanderhöhe, die mehrere Einrichtungen betreut. Im Schulungszentrum gibt es Lehrveranstaltungen, im Observatorium, östlich der Stadtteilkerns, kann man im Sternwartenweg Sterne und Sonne gucken und im Planetarium, dem sogenannten Stellarium im Bürgerhaus in der Sedenthaler Straße, begeistert eine nahezu realistische Glanzkuppel-Videoprojektion mit Surround-Akkustik und einer digitalen Sky-Scan-Technik im Hintergrund die Besucher, in einem der modernsten Planetarien – beam me up, Scotty!

Back to earth kommt man dann wieder bei einem Besuch des 5ha großen Naturschutzgebiets Tongrube Majewski, die an der Schimmelbruchstraße und Fuhlrottstraße zwischen dem Stellarium und der Neanderkirche liegt. Das kleine Naturschutzgebiet versteckt sich hinter Bäumen und birgt eine idyllische Landschaft mit einem kleinen Gewässer. 1900-74 wurde hier Ton und Schieferton abgebaut. Heute tummeln sich seltene Pflanzen und Tiere in dem kleinen Biotop.