Eppelborn

Das Herz des Saarlands schlägt in Eppelborn, jedenfalls geografisch betrachtet, denn Eppelborn liegt im geometrischen Mittelpunkt des kleinsten deutschen Flächenlands.

In Eppelborn befindet sich das Jean Lurҫat-Museum. Jean Lurҫat (1892-1966) war ein französischer Künstler, dessen Leidenschaft der Tapisserie galt. Wandteppiche von erstaunlicher Tiefe und Wirkung begeisterten einen Pastor und einen Vikar, die das Sammeln anfingen. Es wurde eine Stiftung gegründet und die 300 Werke in der einstigen Berufsschule für Mädchen ausgestellt. Gezeigt wird das gesamte Spektrum von Lurҫat. Malerei, Keramik und die Tapisserie.

In Eppelborn steht das Ensemble Kirchplatz unter Denkmalschutz. Die katholische Pfarrkirche St. Sebastian wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Von der Vorgängerkirche sind der 1760 gebaute viergeschossige und 35m hohe Turm und der Chorraum erhalten.

Im Gemeindebezirk von Eppelborn, Ortslage Bubach-Camesweiler, steht das Schloss Buseck. Der zweigeschossige Putzbau entstand 1735 im Stil des Barock für Freiherr Ernst Johann Philipp Hartman von Buseck. Es war Verwaltungszentrum der Herrschaft Eppelborn und Witwensitz. Heute finden hier Konzerte statt, Lesungen und Ausstellungen. Das Barockschloss mit einem Park und Weiher liegt malerisch im Illtal und man kann hier auch heiraten.

In Eppelborn steigt zu Pfingsten die größte Dorfkirmes des Saarlands. Die Pfingstkirmes bringt rund vierzig Aussteller auf die Straßen – trotz der Aussage „größte Dorfkirmes“ also immer noch ein eher heimeliges Fest.

Südlich von Eppelborn liegt der Gemeindeteil Habach und hier steht das Bauernhaus Habach, das 1847 gebaut wurde und seit 1990 der Gemeinde gehört. Hier ist heute ein Heimatmuseum untergebracht, das dokumentiert, wie die saarländische Landbevölkerung im 19. Jahrhundert lebte.