Enkhausen

In direkter Nachbarschaft von Hachen liegt das Dorf Enkhausen. Wohl der bekannteste Sohn der Stadt Sundern wurde in deren Ortsteil Enkhausen geboren: Heinrich Lübke, der von 1959-69 zweiter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland war. In die Geschichte eingegangen ist er nicht nur durch die ihm häufig fälschlich zugeschriebenen Zitate wie „equal goes it loose“ (als Hinweis an einen englischen Gesprächspartner, dass es gleich losgehe). Er baute in seiner Amtszeit auch durch viele Reisen wichtige Kontakte zu den Ländern Afrikas auf.

Da lag es nahe, nach Heinrich Lübkes Tod im Jahr 1972 in seinem Geburtsort Enkhausen eine Gedenkstätte einzurichten. Im Heinrich-Lübke-Haus kann man sich über Kindheit und Elternhaus des Politikers informieren, über seine Schul- und Studienzeiten und seine politische Karriere. Zahlreiche Fotos und Gegenstände, Auszeichnungen und Geschenke von Staatsgästen zeichnen ein lebhaftes Bild seines Werdegangs. Initiatorin der Gedenkstätte war Lübkes Ehefrau Wilhelmine. Darüber hinaus wurde eine Straße in Enkhausen nach Heinrich Lübke benannt, und eine Tafel weist auf sein Geburtshaus hin.

Sehenswert ist in Enkhausen auch die St. Laurentius Kirche, die 1895 im frühgotischen Stil errichtet wurde. Sie ersetzte eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die kurz zuvor eingebrochen war. Die Laurentiuskirche in Enkhausen besteht aus einem Wandpfeilersaal mit einem dreiseitigen Chor am breiten Querhaus. Der 45m hohe Kirchturm wird von einem verschieferten Helm geziert. Bedeutend ist im Innern die Krippe, die zu den ältesten im Sauerland gehören soll.