Eifelschleife Burgenblick (Bad Münstereifel)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑163m  ↓163m
Eifelschleife Burgenblick Wegzeichen Markierung Beschilderung

Auf Schritt und Tritt durch die Geschichte führt uns diese Eifelschleife durch und um Bad Münstereifel, wo sich die Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen. Wir folgen sozusagen den Spuren von Ritter Gottfried von Jülich, der gleichwohl seinerzeit noch nicht beim Bahnhof startete und durch den Kurpark flanierte. Diese Runde ist teil des Jahrhundertwegs Bad Münstereifel (16km).

In Bad Münstereifel, einem wundervoll schmucken historischen Städtchen an der Erft, begeben wir uns von der Kölner Straße aus über die Erft und die L194 in den Kurpark Bad Münstereifel, durch den der Schleidbach plätschert. Wir wandern an Teichen und dem Parkhotel vorbei und genießen die gepflegte Anlage.

Am Ende des Parks wenden wir uns dem Schießbach zu, der den Damwildgarten durchfließt. Der Damwildgarten ist frei zugänglich, es gibt auch keinen Zaun. Verständlicherweise soll man die Tiere nicht füttern. Damwild ist eine Hirschart, kleiner als Rotwild und zeigt ein schaufelförmiges Geweih. Ursprünglich war dessen Vorkommen wahrscheinlich auf Vorderasien beschränkt. Vermutlich brachten die Römer das Damwild mit.

Wenn wir auf die Heckenbergstraße treffen, biegen wir scharf nach links ein und wandern mit Waldbegleitung in Richtung Bad Münstereifel. Im Wald ist eine Fundstelle einer keltischen Fliehburg aus der Zeit der Karolinger und dem 9. Jahrhundert. Die Ruine der Alten Burg im Quecken zeigt sich noch mit einem Bruchsteinfundament eines Rundturms.

Wir kreuzen einen Stationenweg und kommen zum Jüdischen Friedhof, der von 1823 bis 1932 belegt wurde. Der im Queckenwald gelegene Waldfriedhof gilt als ältester jüdischer Friedhof im Kreis Euskirchen. Es bietet sich zudem ein wunderbarer Blick auf Bad Münstereifel und das Erfttal.

Mit dem Roderter Kirchweg kommen wir nach Bad Münstereifel, das von einer Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert umwehrt ist. Ziel ist nun die sehenswerte Burg Münstereifel, die im 13. Jahrhundert erbaut und 1317 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Hier residierte Ritter Gottfried von Jülich. Brandschaden richteten 1689 französische Truppen bei ihrem Abzug an. Die private Burg bietet Gastronomie und Galerie.

Über die Erft geht’s nach rechts durch die Werther Straße und das Werther Tor mit Natur- und Landschaftsmuseum, zum Ausgangsort zurück. Verweilen wir noch in Bad Münstereifel sind weitere Sehenswürdigkeiten die Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria oder das Romanische Haus mit Heimatmuseum.

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