Ecke Schönhauser: Durch Helmholtzkiez und Mauerpark (Berlin)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑57m  ↓57m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eines vorneweg: Prenzelberg sagt heute kein Berliner mehr, wenn vom Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg die Rede ist. Dann eher schon Prenzlingen wegen der vielen Zugezogenen aus Süddeutschland. Und noch ein zweites vorneweg: der Prenzlauer Berg ist kein Berg, sondern tatsächlich nur ein Stadtteil. Seinen Namen verdankt er dem Umstand, dass die Prenzlauer Allee leicht ansteigt zum Barnimplateau.

Heute sind wir also im Prenzlauer Berg (und eben nicht „am“ oder „auf“) unterwegs und zwar im nordwestlichen Teil. Wir starten am Bahnhof Berlin Schönhauser Allee, der von der U-Bahnlinie 2, den Ringbahn und den Stadtbahnlinie S 8 und S 85 bedient wird.

Wir gehen nach Osten und biegen dann rechts zur evangelischen Gethsemanekirche ab. Die Gethsemanekirche entstand 1891-93 nach Plänen von August Orth. Während der friedlichen Revolution in der DDR spielte die Gethsemanekirche eine wichtige Rolle: Sie waren eines der Zentren der Opposition. Zur Eröffnung der ersten und einzigen frei gewählten Volkskammer der DDR im März 1990 kam diese in der Gethsemanekirche zu einem Gottesdienst zusammen.

Durch die Stargarder Straße gehen wir vor zur Lychener Straße und steuern das Zentrum des Helmholtzkiezes an: den Helmholtzplatz. Der ist schmuck rausgeputzt und man kann auf einen Kaffee hier gut stoppen.

Am Helmholtzplatz biegen wir in die Raumerstraße und dann die nächste links (Pappelallee). Der folgen wir zur „Ecke Schönhauser“, der Kreuzung von Schönhauser Allee und Eberswalder Straße bzw. Danziger Straße. Hier pocht der Prenzlauer Puls.

Die U-Bahn-Trasse verläuft als Hochbahn und unter den Schienen bietet Konnopke Currywurst an. Konnopke, seit 1930 an der Ecke Schönhauser, führte 1960 die im Westen bereits bekannte und beliebte Currywurst auch in Ost-Berlin ein.

Wir flanieren weiter durch die Kastanienallee, eine der Szenemeilen Berlins und im Volksmund wegen der vielen Designerboutiquen auch Castingallee genannt. Wir kommen vorbei am Prater, dem ältesten Biergarten Berlins.

An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts in die Oderberger Straße ab und gehen zum Mauerpark. Der hat seinen Namen davon, dass hier einst die Berliner Mauer stand. Hier findet sonntags immer ein weithin bekannter Flohmarkt statt und häufig gibt es im Amphitheater Karoke für jedermann.

An der Max-Schmeling-Halle (übrigens mit Kapazität für fast 12.000 Besucher eine der größten Veranstaltungshallen Berlins) gehen wir rechts und dann die nächste links in die Gleimstraße, der wir nach rechts folgen. Die Gleimstraße führt uns dann sicher zurück zum Bahnhof Schönhauser Allee.

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