Ebberg-Runde (Ardeygebirge)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑226m  ↓226m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Ebberg (222m) erhebt sich zwischen Dortmund und Schwerte im Ardeygebirge. Früher wurde hier, wie an so vielen anderen Orten entlang der Ruhr, nach Kohle gegraben. Die Zeche wurde ab bereits im 19. Jahrhundert wieder aufgegeben.

Stattdessen wurde der Ebberg von Wanderern und Naturliebhabern entdeckt. Bereits 1928 entstand auf dem Ebberg das Naturfreundehaus Ebberg. Am Haus legte man eine große Wiese, auf der man zelten konnte. Die Gebühr betrug einst Fünfzig Pfennig und bis heute heißt die Wiese deshalb Fünfzigpfennigwiese.

Heute wird das ganzjährig bewirtschaftete Naturfreundehaus Ebberg als Tagungshaus und Ökostation genutzt. Auch Einzelreisende können in dem unmittelbar am Westfalenwanderweg und Ruhrtalradweg gelegenen Haus übernachten.

Wir starten uns kleine Rundwanderung am Naturfreundehaus und halten uns erst einmal Richtung Ruhrtal. Es geht zum Gutshaus Husen im Dortmunder Stadtteil Syburg. Haus Husen wurde 1830 im Stile des Klassizismus errichtet und ist heute im Besitz der Evangelischen Landeskirche Westfalen. Der zur Anlage zählende mittelalterliche Wohnturm der Burg Husen ist seit 1984 im Besitz des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Es geht weiter zur Naturbühne Hohensyburg, ein Freilufttheater unterhalb der Ruine der Hohensybuerg in einem zur Ruhr abfallenden Tal des Ardeygebirges. Die Naturbühne Hohensyburg wird seit 1952 von einem Amateurtheaterensemble bespielt. Der Zuschauerraum bietet Platz für ca. 800 Zuschauer.

Wenn wir die Westhofener Straße passiert haben, wandern wir nördlich des Ebbergs und kommen schließlich zum Gelände eines ehemaligen Steinbruchs. Dieser Steinbruch wurde 1979 als Naturschutzgebiet Ebberg ausgewiesen. Der Steinbruch bietet mit seinen sonnenwärmespeichernden Sandsteinwänden und Blockschutthalden sowie den eingestreuten Sickerquellen, Tümpeln und Teichen insbesondere Amphibien, Reptilien und vielen wirbellosen Tieren wie Insekten hervorragende Lebensbedingungen. Man findet hier gut 200 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen. Auch für teilweise in ihrem Bestand bedrohte Arten von Käfern, Säugetieren und viele Vogelarten hat das Naturschutzgebiet eine überlebenswichtige Bedeutung als Lebensraum.

Bildnachweis: Von Tstein [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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