Durch die Weinberge zwischen Schweich und Mehring (Mosel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑435m  ↓435m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Schweicher Annaberg, Maximiner Herrenberg, Zellerberg – alle drei Weinberge liegen gegenüber vom langen Dorf, Longus Vicus, Longuich, nur getrennt durch die Mosel und die B53. Wein, Wald Wiese und Schweich, A1, Dreieck Moseltal, ein bisschen Autobahnfahrt A602 von Trier entfernt, das südwestlich unseres weinhaltigen Wanderwegs liegt.

Wir wollen das hübsche Moseltal zwischen Schweich und Mehring erkunden, wie auch Wanderer auf dem Moselsteig (Etappe 6) und Eifel-Camino Etappe 7. P&R Schweich, an der A1 und der B53 ist unser Start und los geht’s in die Weinlage an der Mosel, gegenüber von Longuich, auf das wir immer wieder schöne Aussichten haben.

Burg Longuich, mit einem Keller aus dem 12. Jahrhundert, entstand um 1360 und wurde vom Ritter Platt aus Longuich gebaut. Es folgte eine spätgotische Befestigung. Erbfolgen und Besitzerwechsel brachten die Burg an die Trierer Abtei St. Maximin. Die brach ein Geschoss ab und setzte das Satteldach auf.

Maximiner Herrenberg lautet auch die Weinlage, durch die wir streifen. Hier reifen Trauben für verschiedene Rieslinge wie Auslese, Kabinett oder Spätlese. Kleiner Exkurs: Kabinett = mindestens 73 Grad Oechsle, Geschmack: restsüß oder trocken. Spätlese = mindestens 85 Grad Oechsle, es gibt süße Weine aber auch trockene in dieser Qualität. Auslese wird aus vollreifen Trauben gewonnen, der Wein ist länger haltbar und reift über die Zeit.

Zellerberg ist die angrenzende Lage und wir kommen zur Zellerberghütte, wandern gen Norden und aufwärts. Dem Wein folgt Wald, Wiese und Feld. Wir schlagen einen Bogen bis auf knapp über 400m, die wir nach rund 7,8km erreichen. Abwärts wandernd kommen wir nach gesamt 9,6km an der Grillhütte Rupperoth vorbei. Mit abwechslungsreicher Vegetation und Aussichten ins Moseltal kommen wir mit einer Schlaufe um die Aussiedlung Reh und zum Ausgangsort zurück.

Wenn wir schon mal da sind: Schweich war vor Auto und Bahn ein wichtiger Fährort. Der Fährturm am Yachthafen ist das Wahrzeichen von Schweich. Der Turm unter hohem Pyramidendach wurde 1794 gebaut. Der war mit einem Turm auf der anderen Moselseite per Seil verbunden. Da rauscht jetzt die A602 und im Alten Fährturm kann man einkehren.

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