Durch die Obrunnschlucht (mit Märchenpfad)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑221m  ↓221m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Höchst im Odenwald liegt im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und zentral im nördlichen Mümlingtal, umgeben von Mischwald, durchflossen von der Mümling, gestreift von der Bahnlinie und gut angebunden durch die Bundesstraßen B 45 und B 426.

Start der unterhaltsamen Familien-Runde, die uns durch die tief eingeschnittene Obrunnschlucht mit Märchenpfad bringen wird, ist in Höchst der Park „Am See“ an der Mümling, wir sind auf rund 156m, bleiben die ersten 2km auch unterhalb von 200m, kommen die folgenden 1,5km durch die Obrunnschlucht mit Märchenpfad. Vom Vereinsbrunnen aus geht’s weiter aufwärts, bis auf 361m am Rand von Rimhorn.

Vom Park wandern wir in den Ortskern von Höchst im Odenwald mit dem schmucken Kloster Höchst, das um 1200 als Augustinerinnen-Kloster entstand. Der Turm der Kirche stammt aus der Gründungszeit. Der Kirchensaal wurde in den Jahren 1566-68 errichtet. Zum einstigen Kloster gehören auch Konvent, Klosterküche, Refektorium, Hospital und Wirtschaftsgebäude mit unterschiedlichen Bauelementen. Das Kloster Höchst ist heute Tagungshaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Durch die Erbacher Straße kommend, queren wir die Mümling (ein knapp fünfzig Kilometer langer Mainzufluss), die B426, durchstreifen Mischgebiet. Der Obrunnweg geht in den Wanderweg Obrunnschlucht über. Die Obrunnschlucht ist ein eingeschnittenes Tal des Obrunngrabens. Sie bildete sich nicht durch das Eingraben einer Wassermasse, sondern durch eine Auffaltung des Odenwalds vor rund 180 Mio. Jahren.

1920 wurde der erste Märchenpfad angelegt. Nachdem der verfiel, wurde ab 2005 an einem neuen gebastelt. En miniature trifft man auf Dornröschens Schloss, eine Schwanenburg, Mühlen oder das Kloster Höchst. Zwischenzeitlich mussten wegen Vandalen selbst einige der neu gebauten, bzw. wieder hergerichteten Märchenbauten restauriert werden.

Beim Vereinsbrunnen an der L3161 endet die Schlucht. Wir queren die Straße und wandern weiter ansteigend. Bei Waldrand und offener Landschaft auf der Höhe sind wir westlich von Rimhorn, wandern über den Dusenbacher Kopf (300m) nach Höchst. Wiesen, Äcker, das Gewerbegebiet Aue wird passiert, dann die B426, die Mümling und schwupps, sind wir im Park „Am See“.

Bildnachweis: Von Jürgen Hamann [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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