Bad König Runde (Odenwald)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑331m  ↓331m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bad König im Mümlingtal, eingerahmt von sanft ansteigenden Höhen, hat als sein Kurstadt-Pfund eine Quelle mit natürlichem Thermalwasser und liefert die Auszeichnung, das einzige Thermalheilbad im Odenwald zu sein. Bereits die Römer hätten die Wirkung der warmen Quellen zu schätzen gewusst.

Seit 1948 ist die Stadt ein Bad. Seine Fläche besteht zu gut 46% aus Wald, in dessen Genuss wir auch kommen, rund um den Grohberg (341m) und am Eckertsberg (393m). Aber erst mal ein wenig Kurstadtflair genießen: An der Schwimmbadstraße beim Freibad Bad König geht’s los in den Kurpark.

Der Kurpark Bad König war einst eine feuchte Wiese an der Mümling. In den 1950ern hatte man die Idee, aus den nassen Wiesen eine Seenlandschaft zu machen. Mittels Hilfe von Pionieren und deren schwerem Gerät. 1967 konnte der Kurpark mit Großem See, Kleinem See, Grünflächen und Spazierwegen erstmal fertig gestellt werden. 

Dabei blieb es nicht, der Große Kurpark erweitert sich kontinuierlich mit neuen Ideen. Restaurant, Minigolf, Schach, Boccia, Kneipp, Planetenweg, Sonnenuhr und Wasserfontänen kamen hinzu. Bis 22 Uhr ist der Kurpark beleuchtet, so dass auch Spätjogger noch nach Sicht laufen können. In der Früh trifft man auf Angler, die ihr Glück an den fischreichen Seen probieren.

Wir kommen ans Ufer der Mümling, die bei Obernburg in den Main mündet, nachdem sie ab dem Zwölf-Röhren-Brunnen in Beerfelden 49,7km zurückgelegt hat. Wo der Ebertsgraben zustößt, biegen wir ab.

Der August-Schäfer-Weg führt uns am Ortsrand längs, Weyprechtstraße, Forststraße, begleiten uns hinaus mit Wiesen und Wald. Über die Georg-Vetter-Hütte gelangen wir auf den Nachtweideweg, queren den Kimbach beim Gesundheitsbrunnen, der aus einem Steinhaufen läuft.

Schattig wandern wir durch den Odenwald bergan zum Eckertsberg und Kreuzungspunkt am Toten Mann, von dort mit Wald, Rand und Wiese über den etwas tiefer liegenden Grohberg, am Umspannwerk vorbei, jetzt auch mit Feldflur.

Nach fast 13km hat uns die Kurstadt Bad König wieder und es treibt uns ins Zentrum und zu den Sehenswürdigkeiten mit Schlossplatz, Schloss Bad König und Stadtkirche, es gibt eine Freilichtbühne und verschiedene Museen. Eines widmet sich dem Heimatmaler Georg Vetter, eines hat die Technik im Blick und das Heimatmuseum ist im Alten Schloss, das aus dem Leben und Arbeiten der „Kinnicher“ zu berichten weiß.

Schloss Bad König besteht aus dem Alten Schloss und dem Neuen Schloss. Das alte geht im Kern auf das 15./16. Jahrhundert zurück, wurde um 1625 erneuert und hat einen Gartensaal mit Stuck aus dem 18. Jh. Es dient als Sitz der Stadtverwaltung. Das Neue Schloss (1793) liegt westlich des alten und folgt dem Stil des Spätbarocks. Es gehört einem Unternehmer. 

Bildnachweis: Von Haselburg-müller [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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