Durch den Landschaftspark Mechtenberg zur Halde Rheinelbe


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑178m  ↓178m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eine schöne Runde im Schnittpunkt von Essen, Gelsenkirchen und Bochum, im Herzen des Ruhrgebiets: Es geht u.a. durch den Landschaftspark Mechtenberg, zum Essener Bismarckturm, durch den Volksgarten Kray und auf die Halde Rheinelbe mit fantastischem Panoramablick.

Wir starten am Parkplatz beim Rathaus Kray, einem sehr sehenswerten Beispiel eines Jugendstil-Verwaltungsgebäudes aus der späten Kaiserzeit. 19068 wurde das zweiflügelige Gebäude fertiggestellt, zeigt sich mit Freitreppe, die durch ein repräsentativ verziertes Portal in einem Türmchen führt. Hier ist noch eine Außenstelle des Essener Rathauses mit unter anderem einem Standesamt daheim und ein Polizeiposten. 

Die Runde führt uns zur neugotischen St. Barbara Kirche aus dem Jahr 1896. Davor biegen wir rechts ab und kommen entlang dem Friedhof zur Alten Kirche Kray (1903) der evangelischen Kirchengemeinde. Im religiösen Reigen findet sich zudem links von der Leither Straße noch eine Apostolische Gemeinde. 

Wir gehen rechts durch die Bartlingstraße zum Volksgarten Kray mit zwei Teichen. Der 1913 eingeweihte Volksgarten Kray misst rund 10ha, besteht aus Wiesenflächen und darauf ist alter Baumbestand mit Naturdenkmälern. 

Wir gehen durch den Elsterbusch mit Kleingärten hinauf auf den bewaldeten Mechtenberg (83m), der Namensgeber für den Landschaftspark Mechtenberg ist. Links hinter den Bahngleisen liegt das Areal der einstigen Zeche Bonifacius, ein Steinkohlebergwerk, das von 1896 bis in die 1980er betrieben wurde und am Aufblühen des landwirtschaftlichen Ortes zu einem Industrieort beteiligt war. 

Das Landschaftsschutzgebiet Mechtenberg besteht aus zwei angrenzenden Naturschutzgebieten mit Magerrasen, Feldgehölze und Streuobstwiesen zum Beispiel. Auf der Höhe steht der Essener Bismarckturm aus Basaltlava, der 1900 eingeweiht wurde. Der Bismarckturm liegt auch an der Route der Industriekultur. 

Wir gehen zum Aussichtspunkt Treppe und kommen nach etwa 4,5km in den Rheinelbepark im Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf. Der Rheinelbepark war für leitende Angestellte der Zeche Vereinigte Rheinelbe & Alma angelegt worden. Ganz in der Nähe ist die Zeche Rheinelbe, deren Gebäude als Hotel, Tagungshaus sowie für Ateliers genutzt werden. Wir durchkreuzen den Skulpturenwald, halten hier und da inne und gelangen zur Halde Rheinelbe (110m), die auch Himmelstreppe genannt wird.

Von der Höhe der Halde Rheinelbe aus haben wir eine weite, unverbaute Sicht, zum Beispiel auf die Zeche Zollverein, das Gasometer von Oberhausen, Kirtürme, wir erkennen die Arena Auf Schalke, Kraftwerksschornsteine wie der vom Gelsenkirchen Hassel fallen ins Auge, Zechen und Halden in Herten sind zu sehen, der Förderturm des Deutschen Bergwerksmuseums Bochum, das Opelwerk und in der Ferne den Winterberg. 7,5km der Runde haben wir nun geschafft.

Als nächstes geht es hinunter und in südliche Richtung. Grünflächen und Sportstätten sind am Weg, wenn wir an der Bebauung vorbeiwandern und uns bergauf dem Ruhrschnellweg (A 40) nähern. Von der Hohensteinstraße biegen wir in die Steeler Straße nach rechts, die uns über die Autobahn bringt. Dann sind wir schon wieder in offener Landschaft und auf dem Weg ins Essener Leithe. Wir gehen durch einen kleinen Teil vom Volksgarten, kreuzen nochmals die Route der A 40 und sind im restlichen Volksgarten, kommen dann durch den Kamblickweg zum Rathaus in Kray zurück. 

Bildnachweis: Von Maschinenjunge [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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