Durch den Behringersdorfer Forst (Sebalder Reichswald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑166m  ↓166m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Behringersdorf liegt an der alten Handelsstraße von Nürnberg nach Prag und wurde erstmals 1275 urkundlich erwähnt. Wir werden vom Ort das Alte und Neue Schloss sehen können, sowie die kleine Pfarrkirche. Zum größten Teil führt uns die Runde durch den Behringersdorfer Forst, der ein Teil ist vom Sebalder Reichswald, der wiederum ein Teil ist vom Nürnberger Reichswald – hier hat alles seine Ordnung!

Der Behringersdorfer Forst hat insgesamt einen hohen Nadelholzanteil. Auf dem sandigen Boden wachsen gerne Kiefern, aber auch Birken und Erlen haben sich eingemischt – wir werden es erleben. Start ist am Bahnhof Behringersdorf, der an der Strecke von Nürnberg ins tschechische Cheb liegt.

Wir gehen halb durch den Kreisel der Günthersbühler Straße und verlassen über die Breitenlohe die Ortsbebauung. Erstes Naturziel ist der Zapfweiher nahe der Sackpfeife. Der idyllisch gelegenen Zapfweiher entstand aus einer einstigen Sandgrube.

An der Sackpfeife treffen wir auf den Langwassergraben, einem rund 8km langen Zufluss der Pegnitz, er mündet südwestlich von hier bei Oberbürg ein, und hat im Behringersdorfer Forst, nördlich von unserem jetzigen Standort, seine Quelle. Im Sommer fällt der Langwassergraben öfter trocken, im Winter gurgelt er munter und läuft auch schon mal über. Wir folgen dem Langwassergraben in seinem Bogen und spüren die Quelle auf. Bei der Reviergrenzsäule Rote Marter sind wir in etwa dort und haben rund 5,4km des Wegs hinter uns.

Nach weiteren etwa 1,7km sind wir bei 383m am höchsten Punkt nahe dem Zellerbrunnen. Weiter geht es durch den Reichswald über den Kreuzungspunkt Sechsbuchrangen und nach Behringersdorf, dessen Bebauung wir nach insgesamt rund 11km erneut betreten. Nach dem Passieren der Gleise und der B 14 gehen wir über den Fränkischen Dünenweg durch kultivierte Landschaft. Links von uns mäandert die Pegnitz. Wir kommen in den Bogen der Schwaiger Straße und machen einen Abstecher zum schmucken Ensemble aus Kirche und Schlössern.

Die Pfarrkirche St. Maria Magdalena ist evangelisch-lutherisch und hat einen Kern aus dem Jahr 1440. Hauptsächlich entstand die heutige Sandsteinkirche in den Jahren 1716-1719. Benachbart ist das zweigeschossige Pfarrhaus mit Walmdach und Gauben (um 1750). Eine Hausnummer weiter, ebenfalls unter Denkmalschutz, steht das Messnerhaus.

Das sogenannte Alte Tucherschloss zeigt sich ähnlich eines Burgturms, hat ein eckiges Türmchen und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es gab einen Vorgänger im 13. Jahrhundert. Das Neue Tucherschloss hingegen, rund ein Jahrhundert jünger, zeigt sich als zweigeschossiger, 13achsiger Bau aus Sandsteinquadern. Zum Bahnhof ist es nun nicht mehr weit.

Bildnachweis: Von RicardoKnows [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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