Durch den Beerenbruch zum Brunosee und zum Wildgehege Grutholz


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑135m  ↓135m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Beerenbruch ist ein Naturschutzgebiet im Grenzbereich von Dortmund und Castrop-Rauxel. Seine Entstehung hat das Naturschutzgebiet auch einer Bergsenkung zu verdanken, bei der der Brunosee entstand. Flugs fanden sich etliche Vögel, Pflanzen und wasserliebende andere Tiere ein.

Die kleine grüne Lunge ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Buchen, Hainbuchen und Eichen, um nur einige zu nennen. Benachbart ist das Grutholz mit seinem Wald und dem Wildgehege Grutholz. Von dem Deininghauser Bach umarmt, kommen wir auch an Schacht 6 der Zeche Victor vorbei und sehen ein Beispiel von Strukturwandel.

Im Motto von Castrop-Rauxel ist dieser Strukturwandel bereits lebendig. Früher war es die Industriestadt im Grünen, heute ist es die Europastadt. Wir starten am Hauptbahnhof Castrop-Rauxel. Nördlich unseres Standortes fließt die Emscher und wird unter dem Rhein-Herne-Kanal durchgeführt, um ihr Wasser in den Rhein zu tragen.

Wir gehen in südliche Richtung und stoßen auf die Victorstraße. Die Zeche Victor war neben den Zechen Erin, Graf Schwerin und Ickern, eine die Stadt prägende Erfahrung. Von 1877 bis 1973 wurde Steinkohle abgebaut – und hernach oberirdisch fast alles, was zu ihr gehörte. Ortskundige finden auf den entstandenen Flächen Teile von Nebengebäuden oder Mauerresten – wir werden sehen.

Wir kommen an der Herz-Jesu Kirche vorbei. Der Ziegelbau stammt aus dem Jahr 1900. Schul-, Liebig- und Ahornstraße führen uns ins Grüne, auf den Weg Strittheidestraße. Nach insgesamt rund 1,7km biegen wir an einer Kreuzung nach links ein. Jetzt macht der Untertitel „Europastadt“ Sinn, denn wir gehen über den Europaplatz, zur Europa- und Stadthalle mit dem Westfälischen Landestheater, gegenüber streckt sich das Rathaus aus. Beide Bauten kamen aus der Feder des dänischen Architekten Arne Jacobsen (1902-1971), der dem Stil des Funktionalismus zugeordnet wird. 

Wenn wir die B 235 hinter uns haben, sind wir ins Grutholz unterwegs. Südlich unserer Runde verläuft die A 2. Auf dem Weg nach Deininghausen liegt das Wildgehege Grutholz. Als die Siedlung Deininghausen gebaut war, schuf die Stadt ab 1969 mit dem Grutholz einen Platz zur Erholung. Das Gehege mit heimischen Waldtieren, mit und ohne Geweih, kommt auf rund 4ha. 

Das meiste von Deininghausen lassen wir rechts liegen, gehen ein Stück Deininghauser Weg und sind dann im Beerenbruch mit Brunosee. Dort wurde eine Aussichtsstelle mit Seeblick geschaffen. Der Uferbereich ist extra geschützt, um beispielsweise brütende Vögel nicht aufzuschrecken.

Wir stoßen dann auf die Strünkedestraße, biegen links in sie ein und rechts von ihr ab, in den Deininghauser Weg. Nördlich von uns ist Ickern. Nächstes Ziel ist das Gelände von Schacht 6 der Zeche Victoria. Auf das treffen wir nach Passieren des Deininghauser Bachs. Es ist überwiegend grün, in unterschiedlichen Schattierungen und Höhen. Vom Ziel trennen uns jetzt nur noch 1,8km, auch überwiegend durchs Grün.

Bildnachweis: Von Galerist [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

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