Dorchheim

Landgasthof RudolphLandgasthof Rudolph

Dorchheim ist der Verwaltungssitz der Gemeinde Elbtal im Elbbachgrund. Um das Jahr 1300 kam die Abtei Marienstatt in den Besitz des Ortes. An diese Zeit erinnert heute der Marienstätter Hof, in dem die Verwalter ihren Dienst taten. Der Kern des Gebäudes stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Es wurde jedoch 1702 erheblich umgebaut zu einem zweigeschossigen Bau mit hohem Walmdach. An der Nordostecke befindet sich ein fünfeckiger Turm. Über dem massiven Erdgeschoss liegt sich das Obergeschoss in Fachwerkbauweise. Nach 1803 diente das Gebäude als Schul-, Rat- und Backhaus. Heute beherbergt es die Gemeindeverwaltung.

Kunstgeschichtlich bedeutsam ist die alte katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, die heute als Friedhofskapelle dient. Es ist eine ehemals zweischiffige Basilika aus dem 12. Jahrhundert, wobei das Seitenschiff im 16. Jahrhundert abgebrochen wurde. Die um 1520 eingezogene Balkendecke ruht auf geschnitzten Eichenstützen. Die spätgotische Ausgestaltung mit aufwendigen Schnitzereien und Wandgemälden gilt als bedeutsam. Die barocke Kanzel wurde 1734 gefertigt.

Im Ortskern von Dorchheim haben sich Fachwerkgebäude des 16. bis 19. Jahrhundert erhalten. Hierbei handelt es sich teilweise um westerwaldtypische Einhäuser und teilweise um Dreiseithöfe.

Der bachabwärts gelegene Ort Heuchelheim ist Heimat zweier „Bekanntheiten“: Der Elbmühle, die teilweise abgetragen und im Landschaftsmuseum Hachenburg als Mühlenwohnhaus wieder aufgebaut worden ist. Und dem Geschlecht derer „von Heuchelheim“, deren bekanntester Verwandter Michael Elias von Obentraut ist. Der Reitergeneral kämpfte im Dreißigjährigen Krieg für die evangelische Union und wurde von den Truppen des katholischen Heerführers Tilly ehrfurchtsvoll Miguel Aleman genannt – der deutsche Michel.