Donauversinkung und Höweneggkratersee (Donauwellen im Donaubergland)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑455m  ↓455m
Donauwelle Donauversinkung

Wie die Schattenmorellen in den Donauwellen versinken, so liegen an diesem Rundwanderweg aus der Gruppe der Donauwellen-Touren im Donaubergland geologische Sensationen am Wanderweg. Es sind Löcher im Boden zwischen dem Karstgebirge der Schwäbischen Alb und dem Vulkanismus der Hegauberge gemeint. Wir treffen auf die Versinkung der Donau durch Schlucklöcher, die Doline Michelsloch und den Krater Höwenegg, entstanden am vulkanischen Höwenegg.

Bei der Donauversinkung verschwindet das Wasser in einem Karstwassersystem unterirdisch, es wird sozusagen abgezapft. In diesem Fall tritt es wieder im Aachtopf zutage, rund 12km entfernt von hier, fließt dann als Radolfzeller Aach in den Bodensee. Damit ist ein Teil Donau auch im Rhein. Das Ganze ist eine geologische Besonderheit der großen Europäischen Wasserscheide. Bei dieser Besonderheit im Gebiet der Gemeinde Immendingen (Landkreis Tuttlingen) ist unser Start, östlich des Bahnhofs Immendingen, am Parkplatz Donauversinkung, an der Straße Unterer Ösch, nahe dem Radler-Zeltplatz und einem kleinen Imbiss.

Der Zeltplatz liegt zwischen Donau und Gleis. Wir wandern entlang der Donauversinkung und werden informiert, dass bei einer Vollversinkung die Donau vollständig trockenfällt und dass dies an durchschnittlich 155 Tagen im Jahr der Fall ist. Nach etwa 1,8km wechseln wir die Richtung, es geht an den Rand von Hattingen und zur Bahnstation mit benachbartem Gasthof.

Nächstes Ziel, vorbei an Dachsmühle und dann bergan, ist das Naturschutzgebiet Höwenegg mit einem ehemaligen Steinbruch, in dem sich der Höweneggkratersee gebildet hat. Hier am Höwenegg sind gleich zwei Burgen vermerkt. Die Burg Immendingen am Südhang des Vulkankomplexes Höwenegg mit seinem 798m hohen Basaltkegel, der mal 812m hoch war. Erhalten ist aus dem 13. Jahrhundert lediglich ein Burgstall. Die Burg Höwenegg war wohl da, wo jetzt der Kratersee ist.

Weiter wandern wir durch den Wald und treffen kurz auf die Straße Am Hewenegg, machen einen kleinen Schlenker, kommen dann über die Straße L225, die Immendingen nördlich mit Mauenheim südlich verbindet und gelangen auf den Pfaffenwinkelweg. Abwechslungsreiche Landschaft mit Wald und Feld begleitet uns auf dem weiteren Abschnitt.

Westlich von uns war die Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne. Dort ist seit 2012 das Daimler-Technologiezentrum mit Test- und Prüfstrecken. Hier wird auch das autonome Fahren getestet. Unser GPS leitet uns über eine Kreisstraße auf den Oberer Donauhaldenweg und dann Am Hattinger Weg zurück zum Parkplatz.

Bildnachweis: Von Dietrich Krieger [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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