Diemeltal und Königsseite (Naturerlebnisweg bei Marsberg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑536m  ↓536m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung mit der Diemel und an den Hängel des Diemeltals führt durch abwechslungsreiche Wälder und reich strukturierte Kulturnatur. Königsseite heißt der Westhang des Eresberges. Hier konnten sich naturnahe Laubwälder entwickeln. Für den Artenreichtum im Wald und auf den Magerweiden stehen verschiedene Orchideen oder der Neuntöter, der in den Dornsträuchern brütet. Teile des Weges führen entlang dem „Sagen und Geschichtenweg durch Obermarsberg“.

Die Diemelquelle ist im Rothaargebirge. Die Diemel mündet nach 111km in Bad Karlshafen in die Weser. Unsere Wanderung startet im Diemeltal, nahe dem Bahngleis, wo die Straße Lange Ricke kreuzt. Wir wandern ufernah mit der Diemel links von uns durch die Auenlandschaft, nebst Wiesen und Feldern.

Wir sind auf dem Weg nach Obermarsberg, dessen Geschichte im 8. Jahrhundert beginnt und wo Karl der Große die Eresburg eroberte. Sie war die größte bekannte altsächsische Volksburg. Durch Wald wandern wir ansteigend auf das Plateau von Obermarsberg und kommen zu den Drakenhöhlen. Der Sage nach wohnte dort der Drache Fafnir, eben jener, der den Schatz der Nibelungen hütete und von Siegfried besiegt wurde.

Wir sind nach ca. 3,6km auf 393m am höchsten Punkt der Wanderung und kommen zum Buttenturm. Der war Teil der Stadtbefestigung von Obermarsberg und hat sich in halber Höhe erhalten. Im 5m tiefen Keller wurden Gefangene eingekerkert. Jetzt genießt man ungesiebte Luft vom Turm mit schöner Aussicht über das Diemeltal. 

Westlich von Obermarsberg, wandern wir mit Wald durch die Hochlagen am Westhang des Eresberges, sehen unter anderem knorrige Hainbuchen und kommen zur Lichtung mit dem aussichtsreichen Rittersprung, nebst Bänkchen und gleich zwei Sagen. Wir finden die 1. besser, wo sich ein Edelmann von Raubrittern in Sicherheit bringen konnte, durch den abenteuerlichen Sprung, den sein Pferd vom Felsen tat. Beide überlebten. Ob der Tollkühne damals dabei den schönen Blick über die sanften Hügel und Wiesen genoss, ist fraglich.

Zwei Straßen passieren wir, kommen an einem Sportplatz vorbei und umrunden den Kalvarienberg (373m). Abwechslungsreich mit Feld und Wald, kommen wir an der Schutzhütte Priesterberg vorbei, abwärts, zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Carschten [CC BY-SA 3.0 DE] via Wikimedia Commons

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