Christuskirche Plettenberg


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Markantes Zentrum von Plettenberg ist die evangelische Christuskirche. Sie hieß ursprünglich Lambertuskirche, denn sie war dem heiligen Lambertus geweiht worden. Dieser soll 708 von Speeren durchbohrt worden sein, als er Bischof von Maastricht war. Und schlank wie Speere ragen auch die charakteristischen Chortürme der Plettenberger Christuskirche in den Himmel.

Der Baustil der Christuskirche ist ein einzigartiger Mix aus typisch westfälischer, dreischiffiger Hallenkirche einerseits und rheinischem Dreikonchen-Chor. Diese Art des Chors – benannt nach dem lateinischen Wort für Muschel – ist eine halbrunde Variante, die an den Grundriss der Grabeskirche in Jerusalem angelehnt ist. Auch die beiden erhaltenen Chortürme – ursprünglich waren es vier gewesen – sind eher rheinischer Bauweise zuzurechnen. Der Bau stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, der Westturm allerdings entstand bereits im 12. Jahrhundert und gehörte ursprünglich zum Vorgängerbau der Christuskirche.

Bemerkenswerte Details sind das filigrane Fresko im Chorraum und das Vierpassfenster über der südlichen Pforte. Überhaupt verdienen die Pforten ein wenig Aufmerksamkeit. Am westlichen Tor ist ein Tympanon aus Grünsandstein zu sehen, das an ein ähnliches Kunstwerk an der Pfarrkirche St. Lambertus in Affeln erinnert. Leider wurden die Marienfigur und die Kapitelle an dem Portal durch Granatenbeschuss zerstört. Am Ostportal hingegen sind sie noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Vom Stadtzentrum aus südlich liegt auf einer kleinen Anhöhe die Böhler Kapelle. Ursprünglich gab es rund um Plettenberg ein ganzes Dutzend dieser kleinen Andachtsstätten, doch von diesen ist heute nichts mehr sichtbar. Nur die Böhler Kapelle blieb übrig. Die erste Kapelle an dieser Stelle war schon Mitte des 12. Jahrhunderts vom damaligen Kölner Erzbischof Friedrich II. gestiftet worden. Das heutige Gebäude entstand 1422. Es handelt sich dabei um einen schlichten, barock erweiterten Saalbau mit trapezförmigem Grundriss. Der Turm entstand allerdings erst deutlich später, nämlich 1907.


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