Centgrafenberg und Wannenberg (Rundtour bei Bürgstadt)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑296m  ↓296m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bürgstadt liegt direkt am Main, dort wo die Erf hinzustößt. Der Markt Bürgstadt grenzt an die Kreisstadt Miltenberg. Wir sind hier am nordöstlichen Rand des Odenwalds sowie am südwestlichen des Spessarts. Der Hausberg von Bürgstadt ist der 482m hohe Wannenberg und der Hauswein der Bürger kommt vom Centgrafenberg.

Die Weinlage Centgrafenberg mit Südhang- und Steillagen gewinnt durch die geschützte Lage des Talkessels. Der Untergrund sorgt für entsprechenden Nährstoffmix durch den Buntsandstein-Verwitterungsboden mit verschieden hohen Anteilen von Lehm. Viel Lehm = mehr Weißweine, mehr Steine = mehr Rotwein.

Wir kriegen jetzt schon Durst. Die Runde entlang der Weinlage und durch den Wald über den Wannenberg bereitet gut drauf vor, abschließend in Bürgstadt auf ein Viertele einzukehren. Start ist der Naturparkplatz Stutz, nordöstlich der Innenstadt, am Weg Hexeweschle. Nach einigen Schritten halten wir uns rechts und kommen auf eine Wanderrast mit den Abschlussfragen zu einem Waldquiz, das man an verschiedenen Stationen auf diesem Weg und dem parallelen Litzentalweg machen kann.

Mit Wein und Wald genießen wir fraglos die Aussicht über den Talkessel zwischen Erf und Main. Nach etwa 2,3km geht’s merklicher bergan. Wir biegen auf den Steinbruchweg, dann scharf links auf den Kirchenweg, alles von Wald umgeben, und kommen über den 482m messenden Wannenberg sowie auf den Weg „Zum Gipfelkreuz“. 

Auf dem Historischen Wanderweg stoßen wir auf den Ringwall Bürgstadter Berg und treffen auf die Toranlagen-Rekonstruktion aus den 1980er Jahren, so wie sie zu Zeiten der Urnenfelderkultur hier gestanden hat. Von der Wallanlage sind auf einer Länge von über 3km Reste zu sehen. Man kann sich hier, wo auch der Nibelungensteig vorbeikommt, ein Weilchen aufhalten und die Infotafeln studieren. Im Wald sind Reste der Wannenburg.

Wir nehmen den Ewaldsweg und den Weigehäusleweg und kommen zur Schutzhütte bei der Centgrafenkapelle, die unvollendet blieb. Die Zeiten waren ungünstig, als Centgraf Leonhard auf dem Eichenbuckel mit der Kapelle begann. 1630 war Baustopp wegen des Dreißigjährigens Krieg. Der Platz ist gut gewählt, man hat einen schönen Ausblick auf Bürgstadt, Miltenberg, Main und Wein. Bis zum Naturparkplatz Stutz ist es nur noch 1km.

Bildnachweis: Von Aidexxx [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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