Buxheimer Wald- und Weiherrunde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑152m  ↓152m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Buxheim ist bekannt durch sein Kartäuserkloster, in dem sich das Deutsche Kartausenmuseum befindet sowie die Klosterkirche mit dem beeindruckenden Chorgestühl. Ein Klosterbesuch ist nach der Wanderung mit Buxheimer Wald, Iller und Illerkanal, unbedingt zu empfehlen.

Wir starten südlich von Buxheim, wo sich auch der Buxheimer Wald ausbreitet, am Buxheimer Weiher, einem beliebten Ort für Freizeitgestaltung, wo auch gerne die Nachbarn aus Memmingen hinkommen. Der Buxheimer Weiher wird auch Kartäuser See genannt. Die Buxach wurde angestaut. Die Buxach misst rund 15,6km und mündet kurz nach dem See in die Iller. Die Buxachquelle ist bei Kronburg. Wo sich heute neben Fischen auch Menschen zahlreich tummeln, legten die Mönche der Reichskartause den See für die Fischzucht an.

Wir nehmen fast den gleichen Weg wie die Buxach, münden aber nicht in die Iller, sondern wandern darüber nach Arlach mit der St. Michael Kapelle. Arlach ist ein Teilort der Gemeinde Tannheim und St. Michael wurde 1781 im Stil des Frühklassizismus gebaut. An der Kapelle startet seit Eröffnung 2011 der Martinusweg (ca. 1.200km), ein Pilgerweg durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart, der durch das Erzbistum Freiburg, die Bistümer Mainz und Trier bis nach Frankreich weitergeführt werden soll.

Unser Weg führt uns ein Stück mit der Tannheimer Straße, von der wir an den Illerkanal abbiegen. Der wurde zwecks Energiegewinnung parallel zur Iller in die Landschaft gegraben. Bei Oyhof, mit Forsthaus und Gebäuden der Schaesberg’schen Forstverwaltung und einem Wildgehege kreuzen wir den Illerkanal und wandern nach Mooshausen.

Mooshausen (Gemeinde Aitrach) bietet den Katholiken die Kirche St. Johann Baptist, deren heutiger Bau von 1771 ist. Einer der bekanntesten katholischen Denker war Romano Guardini (1885-1968), der in Mooshausen von 1943 bis 1945 im „Exil“ war, während er die theologisch-politische Schrift „Der Heilsbringer“ schrieb. Er brandmarkte darin Hitlers Streben, sich als Heilsbringer zu positionieren.

Wir schauen, wie der Illerkanal in die Iller abfließt, und wandern mit der Iller zur Linken in nördliche Richtung, bekommen die A96 zur Rechten. Dann streifen wir den Dritten Waldweiher und wie es die Zählung will, den Zweiten- und Ersten Waldweiher auch. Kurz drauf sind wir wieder am Buxheimer Weiher.

Bildnachweis: Von Rhmaster [CC0] via Wikimedia Commons

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