Brunnenweg (Wanderdreiklang Pfaffenhofen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑241m  ↓241m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Märchenhaft geht es auf der mittleren Tour des Wanderdreiklangs Pfaffenhofen zu, dem Brunnenweg. Sieben Brunnen und Quellen liegen auf unserem Weg, als sei die Strecke von den Gebrüdern Grimm selbst entworfen worden.

Märchenhaft präsentiert sich der Wanderdreiklang Pfaffenhofen. Das liegt an der einzigartigen Kulisse aus ursprünglich anmutenden Wäldern, sprudelnden Quellen und geheimnisvollen alten Brunnen. Dieser mittlere Rundweg umfasst eine Länge von 8,7 Kilometern. 

Wegbeschreibung für den Wanderdreiklang Pfaffenhofen (PF2)

Wir beginnen unsere Wanderung am Wanderparkplatz „Alter Sportplatz“ Pfaffenhofen und wandern zunächst zum Rodbachhof. Das malerisch gelegene Gehöft wurde bis zum Jahr 1999 vom namengebenden Rodbachhof gespeist.

Weiter geht es durch den Strombergwald zur nächsten Quelle, der Bierenteich-Quelle. Ihre Besonderheit ist der hohe Mineralstoffgehalt, der aus dem Ursprung der Quelle im bunten Mergel resultiert. Ein kurzer Abstecher bringt uns zur Quelle Steinhauers Rast unterhalb des Weißen Steinbruchs.

Zurück auf dem Rundweg folgen wir der Beschilderung hinauf auf den Strombergrücken und wandern weiter zum Weißen Steinbruch. Hier wurden aufsehenerregende etwa 220 Millionen Jahre alte Fossilien gefunden. Ein Höhepunkt der Wanderung ist der Weiße Steinbruch jedoch vor allen Dingen aufgrund der spektakulären Aussicht, die wir von seiner Plattform aus genießen dürfen.

Wir setzen den Weg fort und wandern als nächstes zur Wetzsteinklinge. Zum einen trägt sie diesen Namen aufgrund ihrer klingenartigen Geländeform, zum anderen aufgrund der Tatsache, dass der hier abgebaute Stubensandschein einst zum Klingenschärfen verwendet wurde.

Weiter geht es vorbei am Petersbrunnen mit seinem rund 180 Millionen Jahre alten Netzstein, bis sich der Wald lichtet und urplötzlich vor uns eine offene Wiese liegt. Hier finden wir eine weitere Quelle vor, deren Besonderheit der Geschmack des Wassers nach Schwefel und Eisen ist, was sich auf das umgebende Schilfsandsteingebiet zurückführen lässt. Nachdem wir den Roberts Brunnen und die Roberts Hütte passiert haben, kehren wir nach kurzer Zeit zum Ausgangspunkt am Alten Sportplatz zurück.

Dichte Wälder, weite Wiesen, offene Felder und malerische Weinhänge kennzeichnen den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Auf insgesamt 60 Rundwanderwegen bieten sich Naturliebhabern und Wander- wie auch Weinfreunden zahlreiche Gelegenheiten, den Naturpark zu erkunden. Die Rundwege bilden ein Wegenetz von rund 400 Kilometern. Besonders bemerkenswert sind die Wanderdreiklänge. Von den Wanderparkplätzen aus starten jeweils drei Rundwege mit unterschiedlichen Längen. So kann der Wanderer individuell entscheiden, ob er eine kleine Halbtagestour oder eine ausgedehnte Tageswanderung machen möchte. Für jeden ist etwas dabei. 

Bildnachweis: Von Yeerge [CC BY 4.0] via Wikimedia Commons

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