Brocken-Runde: Schöne Rundtour ab Brockenbahnhof (Nationalpark Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑612m  ↓612m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Was ist nicht schon alles über diesen Harzer Hexenberg geschrieben worden? Noch kann man sie zählen, die vielen Wanderrouten, die auf den Brocken führen: Harzer Grenzweg, Harzer Hexenstieg, Teufelsstieg, Brockenstieg, Hirtenstieg und etliche mehr, ob mit oder ohne Navigation, den 1.141m hohen Blocksberg im Nationalpark Harz kann man gar nicht verfehlen, auch wenn er sich in eine neblige Wolkendecke hüllt.

Zum „höchsten im Norden“ wurde Heinrich Heine zugedichtet, er habe gesagt: „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine“, und bevor wir es vergessen, Goethe war selbstverständlich auch auf dem Brocken. Wir machen es heute anders, holen uns die müden Beine später ab, starten auf dem Brocken, wandern mit dem Uhrzeiger die ersten gut 5km runter bis auf 645m und ab etwa dem 7. Kilometer steigen wir über 9km wieder auf. Das klingt doch „geschmeidig“.

Mit der Brockenbahn (ab Wernigerode mit diversen Zwischenhalten) sind wir zum Brockenbahnhof hochgefahren und erkunden den Brocken-Gipfel, mit dem Nationalpark Besucherzentrum Brockenhaus, dem Funkturm auf dem Brocken, dem Heinrich-Heine-Denkmal, der Wetterwarte, dem Brockengarten und den zahlreichen Aussichten am Gipfelrundweg – sofern Petrus mitspielt. Die durchschnittliche Temperatur auf dem Brocken liegt bei 3,5°C und rund 120 Tage im Jahr liegt hier Schnee.

Der Hirtenstieg führt uns zum Kleinen Brocken (1.018m) und zur Bismarckklippe (989m). Dann biegen wir nach rechts auf die Hermannsstraße ab, wo die Hermannsklippe (747m) zu sehen ist. Über den ausgebauten Weg gelangen wir zur Stempelsbuche und an die Kellbeek, die wir queren, gelangen zur Ilse, die wir ebenfalls queren, gehen ein Stück des Weges Gelber Brink und biegen in den Soldansweg, dann in den Weg Schlüsie.

Ziel ist der Molkenhausstern, an der Hohe Wand Klippe, wo es eine weitere Möglichkeit gibt, sich einen Stempel für die Harzer Wandernadel ins Heftchen zu drücken. Es gibt insgesamt übrigens 222 Stempelstellen, die am Molkenhausstern ist die 23. Wir gehen ein Stück Forstmeister-Siez-Weg, biegen in die Sohlwinkelstraße, machen mit ihr einen engen Bogen, könnten zur Mittleren Zeterklippe einen Abstecher unternehmen.

Via Alter Knüppeldamm wandern wir zur Großen Zeterklippe mit Aussichten und der 10. Stempelstelle, entscheiden uns für den Weißtannenheiweg, biegen nach links in den Gelben Brink (22. Stempelstelle) und gelangen zur nächsten größeren Kreuzung an der Ilseburger Kurve, bei den Brockenkindern (933m).

Die ausgebaute Brockenstraße ist unser Schlussbegleiter, auch durch die Knochenbrecherkurve, wo wir kurz vorher den Neuen Goetheweg überquert habe und, abermals kurz später, die müden Beine schließlich auf dem Brocken ausstrecken.

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