Bliesgau-Tafeltour


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑255m  ↓255m
Bliesgau-Tafeltour

Der Bliesgau ist ein wunderschönes Stück Natur, u.a. von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. Und das Saarland gilt aufgrund seiner Nähe zu Frankreich als eine kulinarisch gut ausgestattete Region. Beides zusammen kann man auf der Bliesgau Tafeltour erkunden.

Die Saarländer Tafeltouren verfolgen das Konzept, Wandern und genussvolles Einkehren miteinander zu verbinden. Schon gleich zu Beginn der Tour versteht man, was gemeint ist. Wir beginnen die Wanderung nämlich am Hotel-Restaurant Bliesbrück im Gersheimer Ortsteil Herbitzheim.

Wir wandern nordwärts Richtung Hanickel (356m), der als Kalksteinbruch bewirtschaftet wird. Kurz danach erreichen wir den Wald und gehen weiter bis kurz vor den Gipfel des Kalbenbergs (370m). Am Aussichtspunkt Kalbenberg genießen wir eine kurze Pause.

Am Ortsrand von Ballweiler treffen wir auf ein Wassertretbecken und halten uns dann weiter nach Westen durch den Kappelwald, bis wir an der Schornwaldhütte die Landstraße nach Erfweiler-Ehlingen treffen. Jetzt halten wir uns südwärts und erreichen schon bald die Krehberghütte.

Am Waldrand entlang geht es nun Richtung Hannock (372m) und durchs Naturschutzgebiet Südlicher Bliesgau-Auf der Lohe, das immerhin eine Fläche von 1.468ha umfasst und zu den größten Schutzflüchen des Biosphärenreservats Bliesgau zählt. Über die Barbarastraße, an der die modern, aber durchaus sehenswerte St. Barbara Kirche (Baujahr 1974) steht, kommen wir zurück zum Ausgangspunkt der Tafeltour am Hotel-Restaurant Bliesbrück.

Hintergrund: Das Biosphärenreservat Bliesgau ist ein Biosphärenreservat der UNESCO im Südosten des Saarlandes im Übergang zum französischen Lothringen (Region Grand Est) und Rheinland-Pfalz. Das Biosphärenreservat Bliesgau umfasst eine Fläche von ca. 36.000ha (das sind rund 14% der Fläche des Saarlands) und wird vor allem von Wäldern, Streuobstwiesen und Auenlandschaften der Blies geprägt.

Im Bliesgau wachsen u.a. mehrere bundesweit stark gefährdete Orchideenarten wie der Ohnsporn, die Bocks-Riemenzunge und das Affen-Knabenkraut. Die Tierwelt wird u.a. durch Biber, Heidelerche, Steinkauz, Weißstorch und Dachs belebt. 2009 wurde das Biosphärenreservat Bliesgau durch die UNESCO als deutsches Biosphärenreservat anerkannt. Ein Biosphärenreservat ist eine von der UNESCO initiierte Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht exemplarisch verwirklicht werden soll (Weltnetz der Biosphärenreservate).

Bildnachweis: Von Fotoman2012 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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