Birgel (Düren)

Birgel liegt im Westen des Dürener Stadtgebiets, das hier in den Hürtgenwald übergeht. Birgel ist der einzige Ort in Nordrhein-Westfalen mit einer Burg-Grundschule. Hier lernt der Nachwuchs stilecht Wissenswertes im Ambiente von Burg Birgel.

Burg Birgel ist eine vierflügelige Bruchstein- und Backsteinanlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Eine Burg war bereits 1271 bezeugt. Die Wasserburg entstand später. Einst hatte sie vier Türme, wovon zwei die wirren Zeiten überstanden haben. Östlich ist ein zweigeschossiger Torbau mit einem Rundbogen. Welsche Hauben zieren den Eckturm und das Dach des Torbaus. Die Grundschule ist seit 1959 in den geschichtsträchtigen Räumen, die auch von Vereinen genutzt werden.

Zur Burg Birgel kann man auch die Alte Kapelle St. Martinus zählen. Die frühere Burgkapelle, in Birgel natürlich verniedlicht: Kapellchen genannt, entstand im 17. Jahrhundert mit den Resten eines Vorgängerbaus und ist aus Bruchsteinen.

Strahlend weiß verputzt und farbig abgesetzt hingegen, leuchtet die St. Martinus Kirche, die im neoromanischen Stil 1902-03 entstand. Die St. Martinus Kirche besteht aus Grauwackestein und hat kunstvolle Glasfenster. Nach den Schäden, die der Zweite Weltkrieg anrichtete, wurde die Kirche wiederaufgebaut und von außen weiß gestrichen.

Verlässt man Birgel in Richtung Rölsdorf, kommt man am Turmstumpf Mozenborn vorbei. Das Mauerfragment ist der Rest eines Rundturms einer Wasserburg Mozenborn, über die kaum etwas bekannt ist, außer, dass man sie ins 15. Jahrhundert datiert.

Benachbart steht Haus Mozenborn, welches vor dem Jahr 1500 als Herrenhaus entstanden ist. Das heutige Haus zeigt sich als Wirtschaftshof des 18. Jahrhunderts, ist zweigeschossig mit Mansarddach und hatte einst sechs Achsen, wobei im letzten Jahrhundert zwei angebaut wurden.