Ardbinna-Wanderweg im Hürtgenwald (Naturpark Hohes Venn-Eifel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑369m  ↓369m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Heimat-, Wander- und Verkehrsverein Gey-Straß hat im Hürtgenwald den Ardbinna-Wanderweg ausgeschildert. Namensgeber ist der Ardbinnastein, ein römischer Gedenkstein, der Ardbinna, der Göttin der Ardennen, gewidmet ist. Das Original steht heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn.

Die Tour beginnt in der Broichstraße in Gey. Von hier gehen wir in südliche Richtung in die Friedhofstraße und genießen den Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Antonius, die in den 1920er Jahren als neuromanische Kirche errichtet wurde.

Wir folgen der Friedhofstraße, bis wir auf den Weg Im Pohl treffen. Hier halten wir uns rechts, kreuzen die Bundesstraße B 399 nach Düren und spazieren auf ein kleines Biotop zu. An dessen Ende geht es rechts zur Einmündung des Wöllebachs in den Beybach und wenig später wieder rechts zur Pferdehalle.

Hinter der Pferdewiese halten wir uns links und wandern oberhalb von Horm weiter Richtung Straß. Hier geht es durch den Ortskern mit der katholischen Donatuskapelle, ein sechseckiger Bau, der 1964 entstand und eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kapelle aus dem 16. Jahrhundert ersetzte.

Von Straß geht es weiter, erst südlich, dann westlich zum Aussichtspunkt Schafberg unterhalb des gleichnamigen Orts. Vom Schafberg hat man einen weiten Blick in die Kölner Bucht, die Zülpicher Börde und zum Siebengebirge.

Vom Schafberg aus halten wir uns weiter in Westrichtung und steuern den Fernmeldeturm Großhau an, einem 1973 errichteten 121m hohen Typenturm. Von hier aus wandert man wieder hinauf zur Bundesstraße B 399 und biegt hinter der Schnellstraße links ins Geybachtal ab.

Nun geht es durch den Hürtgenwald hinauf zum ehemaligen Forsthaus Althubertushöhe und weiter zum Geyer Kreuz, das zum Andenken an ein Mädchen errichtet wurde, das hier von einem tollwütigen Wolf gebissen wurde. Eine schöne Waldpassage bringt uns zum Forsthaus Gey und wieder zurück nach Gey.

Eine „Ehrenrunde“ leitet uns nun noch durch den Ort bis zum jüdischen Friedhof, der im 20. Jahrhundert angelegt wurde. Zwanzig Grabsteine sind noch erhalten. Dann geht es durchs Geybachtal wieder zurück zum Startpunkt in der Broichstraße, wo wir auch einen Nachbau des Ardbinnasteins bewundern können.

Entlang des Ardbinna-Wanderwegs sind dreißig Informationstafeln installiert, die Wissenswertes über Geschichte und Natur vermitteln, z.B. zum ehemaligen Schieferbergbau und dem Abbau von Bleizerz.

Bildnachweis: Von Thomas Pelzer [Public Domain] via Wikipedia

Vgwort