Bilsteinhöhle


Zwischen Meidenberg (466m) und Blumenkopf (486m) zieht sich das Tal des Bilsteinbachs Richtung Nordosten. Von seiner Quelle im Südwesten nahe Stimmstamm bis zur Bilsteinhöhle trägt er diesen Namen, später fließt er als Hirschberger Bach Richtung Norden durch die offenen Flächen bei Warstein. Nördlich der Stadt mündet er nach knapp 10km Gesamtlänge in den Schorenbach, der wiederum in Warstein der Wester zufließt, die ihrerseit bei Belecke die Möhne erreicht.

Mit der Bilsteinhöhle ist auch gleich einer der interessantesten Punkte des Bilsteintals genannt. 1887 hatte ein Waldarbeiter die Tropfsteinhöhle entdeckt, die schon von eiszeitlichen Menschen genutzt wurde. Rund 2.000m ist die Höhle insgesamt lang, von denen 450m besichtigt werden können. Jährlich besuchen über 30.000 Gäste die Höhle. Jahrtausendelang wurde die Bilsteinhöhle von Menschen genutzt. Es gibt Funde aus den unterschiedlichsten Epochen, von der Mittelsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit.

Der Bilsteiner Bach ist für die Entstehung der Höhle mitverantwortlich, denn an dieser Stelle fließt er teilweise unterirdisch und wäscht die Hohlräume im Gestein aus. Oberhalb der Höhle verschwindet der Bach in den sogenannten Bachschwinden und sucht sich seinen Weg durch das Karstgestein. Erst dort, wo heute der Parkplatz der Höhle liegt, tritt er in einer Karstquelle wieder ans Tageslicht und heißt von dort an Hirschberger Bach.

Wer die Bilsteinhöhle besucht hat und sich nach den kühlen Temperaturen 50m unter Tage wieder an der Sonne aufwärmen möchte, könnte eine kleine Wanderung durch den Wildpark Bilsteintal machen. Der liegt nämlich in direkter Nachbarschaft zur Höhle. Rotwild, Damwild und Sikawild gibt es dort in großzügigen Gehegen zu sehen, daneben Wildschweine, Waschbären, Füchse und Baummarder. Sehr schön ist das weitläufige Luchsgehege. Für größere Gruppen werden Führungen angeboten, und für die kleinen Besucher gibt es einen Abenteuerspielplatz.

Teil des Wildparks ist der Warsteiner Walderlebnispfad. Genau genommen sind es gleich mehrere solcher Pfade, die in unterschiedlich langen Rundkursen Wissenswertes zum Wald vermitteln. Ausgangspunkt für alle ist die Bilsteinhöhle. Die Themen heißen Spuren alter Waldberufe (blauer Pfad), Ökosystem Wald (gelber Pfad), Waldrand und Flur (roter Pfad) und Forstwirtschaft (grüner Pfad).


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