Beurig (Saarburg)


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Beurig ist ein Stadtteil von Saarburg und liegt um einen Bogen, den die Bundesstraße 51 hier macht. Der Stadtteil Beurig wurde erstmalig 1052 erwähnt und ist Ort der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Marien. Sie wurde zwischen 1479 und 1516 gebaut und gehört zu den ältesten Marien-Wallfahrtsorten im Bistum Trier. Seit dem frühen 14. Jahrhundert zog es die Gläubigen hierher zur Marienverehrung und es entstand der Ortsname.

Die spätgotische Pfarrkirche St. Marien steht an der Stelle an der einer Legende nach ein Gnadenbild von ihr als Statue in einer abgebrochenen Eiche gefunden wurde. Aus der Fundstelle „Bei der Eiche“ wurde Beieich und dann Beurig. Man baute eine hölzerne Kapelle dorthin. Seit dem 13. Jahrhundert ist die St. Marien Kirche Ziel von Marienwallfahrern.

Das Gnadenbild, welches zum Kirchbau führte, ist eine Maria lactans. Sie stillt ihr Jesuskind und wird als Mutter der Barmherzigkeit geehrt. Die Statue stammt aus der Zeit um 1400 und wurde aus Holz gearbeitet. Die Bemalung ist nicht mehr Original und die Einfassung wurde auch erneuert.

In der Klosterstraße 47 bis 51 und mit der Kirche als Nachbar findet sich das ehemalige Franziskanerkloster mit Bauzeit 1614-18. Der Westflügel des einstigen Quadrums stammt aus dieser Zeit und der Teilbau des Ostflügels aus dem Jahr 1631. Im Westflügel ist heute das Pfarramt untergebracht.

Beurig wurde unter Protest der Beuriger nach Saarburg eingemeindet und ist heute auch mit dem Städtchen zusammengewachsen. Ohne Beurig gäbe es in Saarburg keinen Bahnhof, denn der Bahnhof Saarburg steht auf Beuriger Gelände. Das denkmalgeschützte Stationsgebäude der Saarstrecke wurde 1862 gebaut. Es zeigt sich als dreigliedriger spätklassizistischer Sandsteinquaderbau mit einer Erweiterung, die im Jahr 1914 dazu kam.

Südlich von Beurig, im Kammerforst, wurde um 1870 eine Mineralquelle entdeckt. Sie wurde eingefasst und Hubertusquelle genannt. Vor Ort wird die Hubertusquelle auch Salzbrünnchen genannt, denn für den säuerlichen Geschmack sorgen die vorhandenen Mineralien wie Natrium, Magnesium und Kalium. Auf der Tafel am Brunnen wurde eine Einladung an die Wanderer formuliert: „Nun trinke Wandrer, hier zur Stell. Das Herz dir froh, gesund und hell.“ Die Geschichte des Salzbrünnchens ist aber wohl älter und vermutlich haben bereits die Kelten und die Römer der Villa rustica am Hang das Wasser genutzt.


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