Beethoven-Wanderweg (Siebengebirge)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑360m  ↓360m
Beethoven-Wanderweg Siebengebirge Wegzeichen Beschilderung Markierung

Beethoven - ein Gigant der Musik. Geboren in Bonn. Die Musikwelt revolutioniert in Wien. Er führte die Wiener Klassik zu ihrem Gipfel und bereitete quasi im Alleingang der Musik der Romantik den Weg. Die Europahymne („Freude schöner Götterfunken“) stammt aus seiner Feder, wie die Schicksalssymphonie, die Missa solemnis, die Mondscheinsonate und die Grande Sonate pathétique.

2020 jährte sich Beethovens Geburtstag zum 250. Mal. Grund genug, dem Jahrtausendgenie auch als Wanderer zu huldigen und dafür gibt es den Beethoven-Wanderweg. Er führt rechtsrheinisch ins Siebengebirge und wird von 22 Stelen begleitet, die Leben und Werk des „Bonner Jungs“ erläutern.

Wir starten direkt an der Bundesstraße B 42 in Königswinter. Parken kann man ein paar Meter weiter am Parkplatz P6 (Freibad). Von der B 42 aus gehen wir direkt hinein ins Nachtigallental und wandern entlang des kleinen Bächleins zum Schloss Drachenburg.

Schloss Drachenburg wurde 1882-84 im Stil des Historismus als repräsentativer Wohnsitz des Börsenmaklers Stephan von Sarter gebaut, der jedoch selbst nie im Schloss wohnte. 1986 wurde Schloss Drachenburg unter Denkmalschutz gestellt und 1990 der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unterstellt.

Auf dem Eselsweg geht es dann hinauf auf den Drachenfels (321m), der aufgrund seiner prominenten Lage und der malerischen Burgruine schon im 19. Jahrhundert zum Inbegriff der Rheinromantik wurde. Das Besucherplateau wurde vor einigen Jahren komplett modernisiert, denn neben Wanderern kommen natürlich auch viele Gäste mit der Drachenfelsbahn hinauf und genießen den Blick ins Kölner Becken.

Vom Drachenfels wandern wir Richtung Wolkenburg (324m) und kommen dahinter nach schöner Waldwanderung zum Milchhäuschen, einer der bekanntesten Ausflugsgaststätten im Siebengebirge.

Über den Geisberg (324m) geht es weiter zur Lietschen-Hütte und dann zur Brückenhütte an der Landstraße nach Ittenbach. Die queren wir und wandern Eduard-Spoelgen-Hütte und zur Burgruine Rosenau. Wenig später treffen wir auf das Einkehrhaus Waidmannsruh - erneut eine gute Gelegenheit, zu pausieren.

Als nächste Station steht das ehemalige Steinbruchgelände am Stenzelberg (287m) auf dem Programm, bevor wir zwischen dem Wanderparkplatz Im Mantel und dem Wanderparkplatz Weilberg die Heisterbacher Straße kreuzen.

Entlang der Südflanke des Weilbergs (247m) wandern wir zum Kloster Heisterbach. Das wurde 1803 aufgehoben, war zuvor aber gut sechshundert Jahre eines der wichtigsten Klöster am Rhein. Die Klosterkirche wurde in ihrer Größe nur noch vom Kölner Dom übertroffen. Das hinderte die bergische Landesregierung nicht, die Kirche auf Abbruch zu verkaufen. Erhalten ist heute nur noch die Chorruine.

Vom Kloster Heisterbach leitet uns der Beethoven-Wanderweg nun zum Petersberg (331m). Hier empfing die Bundesrepublik Deutschland früher gerne hochkarätige Staatsgäste. Heute kann man im einzigen bundeseigenen Hotel auch selbst residieren - die nötige Geldbörse vorausgesetzt. Aber ein Drink auf der Terrasse kann man sich schon leisten.

Auf dem Petersberger Bittweg wandern wir dann - mit schönen Melodien von Beethoven im Uhr - zurück nach Königswinter und denken darüber nach, dass es wahrscheinlich doch noch einen Komponisten gibt, der größer ist als Beethoven: Mutter Natur!

Bildnachweis: Von GreylanderPhotography [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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