Bamberger Rennsteig durch den Hauptsmoorwald


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑344m  ↓320m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Bamberger Rennsteig folgt einer historischen Strecke östlich von Bamberg, die von Hallstadt durch den Hauptsmoorwald nach Amlingstadt führte und dabei das Regnitztal umging, das von Hochwasser überschwemmt sein konnte. Der Rennsteig wurde wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert genutzt und diente vor allem Pferdekurieren als willkommene Abkürzung.

Wir starten im Zentrum von Hallstadt am Mühlbach, bei der katholischen Pfarrkirche St. Kilian am Marktplatz. Der Frankenheilige Kilian predigte bereits um 670 in Hallstadt. Die Kirche hat einen Turm aus dem 14. Jahrhundert. In Hallstadt sehen wir auf unserem Weg zur St. Anna Kapelle (1703) einige denkmalgeschützte Bauten ab dem 16. Jahrhundert, oft mit zierenden Fachwerkelementen.

Hallstadt im Main-Regnitz-Becken war von alters her ein Verkehrsknotenpunkt in die Ferne nach Unterfranken, nach Hessen, nach Thüringen oder nach Böhmen. Wir verlassen Bamberg in östliche Richtung, überqueren die Schienen, die St2244 und das Bamberger Kreuz (A73). Nahe der Autobahn sind wir im Stadtteil Hirschknock wo eine Straße namens Rennsteig an den ursprünglichen Handelsweg erinnert.

Dann geht es durch Lichteneiche und auch hier heißt eine Straße „Am Rennsteig“. Unser Rennsteig umrundet den Stocksee. Südlich davon liegen der Hauptsmoorwald und dort mitten drin ein ehemaliges Kasernen-Gelände der „Warner Barracks“.

Die Wanderung führt uns nun nicht entlang des einstigen Rennsteigs, sondern wir gehen durch die Seenlandschaft zum Schloss Seehof mit dem Schlosspark. Die Seen heißen Altsee, Figurensee, der direkt am Schlosspark liegt, es gibt den Seehofweiher und einige Weiheranlage zur Karpfenzucht, den Pulversee und als letzten den Ottensee. Das Seehofer Schloss, 1696 nach 9 Baujahren fertiggestellt, ist eine wunderschöne Vierflügelanlage mit prächtigen Ecktürmen und Hauben, mit einem Innenhof, einem Kaskadenbrunnen und einer Orangerie, die von Balthasar Neumann geplant wurde. In einem Teil davon ist das Ferdinand-Tietz-Museum (Bildhauer des Rokoko) eingerichtet.

Wir verlassen den bezaubernden Ort und gehen entlang der BA5 und dem Gründleinsbach nach Pödeldorf mit der Heilig-Geist-Kirche. Nach dem Ort tauchen wir in den Hauptsmoorwald ein und gehen zum Schützenhaus Kunigundenruh, wo man einkehren kann.

Auf dem ursprünglichen Rennsteig sind wir dann nach rund 100m. Jetzt gehen wir in südliche Richtung und kommen nach einer Weile Waldweg auf die Geisfelder Straße, der wir ein kleines Stück folgen, den Sendelbach queren und dann rechts wieder in den Wald zu gehen.

Wenn es wieder lauter wird, haben wir die Straße nach Roßdorf am Forst (BA6) und die nach Amlingstadt (St 2188) überquert und sind nahe der A73. Entlang von Feldern und nahe dem Ziegenbach gehen wir nach Amlingstadt durch die Amelungen Straße und kommen am Ziel an, bei der St. Ägidius Kirche, die 1422 geweiht wurde.

Bildnachweis: Von Berthold Werner [GFDL], via Wikimedia Commons

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